20.11.12

Champions League

Thomas Müller schießt glanzlose Bayern ins Achtelfinale

Mit dem Unentschieden beim FC Valencia hat Bayern München sein Minimalziel in der Champions League vorzeitig erreicht - das Achtelfinale.

Foto: AFP

Beim Spiel in Valencia ersetzte Claudio Pizarro den Kroaten Mario Mandzukic im Bayern-Sturm.

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Dank Lille und Thomas Müller hat Bayern München das erste Etappenziel in der Champions League schon einen Spieltag vor Ende der Vorrunde erreicht. Der deutsche Rekordmeister nutzte am Dienstagabend mit einem 1:1 (0:0) beim FC Valencia die Chance, sich bereits mit einem Unentschieden vorzeitig für das Achtelfinale zu qualifizieren. Müller glich in der 82. Minute die Führung für Valencia durch Sofiane Feghouli (77.) aus. Da BATE Borissow überraschend gegen den bis dahin noch punktlosen französischen Vertreter aus Lille verlor, sind die Bayern selbst bei einer Niederlage im Duell mit den Weißrussen am 5. Dezember nun nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Gruppe F zu verdrängen.

Die Münchner hatten schon mit der Gewissheit den Rasen im mit 44.000 Zuschauern besetzten Mestalla-Stadion betreten, dass für das vorzeitige Erreichen des Achtelfinales ein Punkt genügt. Durch die 0:2-Niederlage von Borissow im anderen Gruppenspiel, das wegen der Zeitverschiebung in Minsk zwei Stunden früher begonnen hatte, war außerdem Valencia schon vor dem Anpfiff für die K.o.-Runde qualifiziert.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes verzichtete zunächst auf Mario Mandzukic, um den es wegen seines politisch anmutenden Torjubels am vergangenen Samstag in Nürnberg viel Aufregung gab. Erst nach einer guten Stunde kam der kroatische Nationalspieler für den glücklosen Claudio Pizarro. Mario Gomez, der nach seiner dreieinhalbmonatigen Verletzungspause zum ersten Mal wieder im Kader der Münchner stand, feierte in der 79. Minute sein Saisondebüt. Holger Badstuber kehrte dagegen nach seinem Muskelfaserriss nicht nur in die Abwehr zurück, sondern spielte auch zum ersten Mal in dieser Saison in der Innenverteidigung. Dass Frank Ribery, der später für Gomez Platz machte, nach seiner Rippenprellung ebenso fit sein würde wie der am Knöchel leicht lädierte Javier Martinez, hatte sich schon am Tag zuvor im Abschlusstraining angekündigt.

Bayern in Überzahl zunächst zu lasch

Die Partie hatte wegen des Resultats in Weißrussland etwas an Brisanz verloren. Die Spanier begannen verhalten und erweckten nicht den Eindruck, das Spiel an sich reißen zu wollen. Die Münchner kontrollierten die Partie, ohne sich allerdings gute Chancen zu erarbeiten. Die beste Gelegenheit in der sehr gemächlichen Anfangsphase hatte Dante nach einer Ecke von Toni Kroos. Valencias Torhüter Vicente Guaita parierte allerdings den Kopfball-Aufsetzer des brasilianischen Innenverteidigers (18.).

Nach einer halben Stunde nahm die Partie Fahrt auf. Da drohte zum ersten Mal Gefahr im Münchner Strafraum, als Feghouli aus zehn Metern frei zum Schuss kam. Torhüter Manuel Neuer parierte mit einem Reflex glänzend (32.). Fast im Gegenzug brachte der bereits verwarnte Antonio Barragan David Alaba mit gestrecktem Bein rüde zu Fall und sah für dieses grobe Foulspiel die Rote Karte. Allerdings zog sich Valencia mit einem Mann weniger auf dem Platz nicht zurück, sondern kam sogar besser ins Spiel. Die Bayern wirkten in Überzahl zu lasch und waren deshalb erst einmal in der eigenen Hälfte mehr beschäftigt, als ihnen lieb sein konnte, ohne allerdings in Bedrängnis zu kommen. Auf der anderen Seite parierte Guaita einen Schuss von Pizarro aus 30 Metern (39.).

In der zweiten Halbzeit spielten die Münchner engagierter, stellten sich auf das Überzahlspiel besser ein und beschäftigen die Defensive der Spanier nun etwas mehr. Aber nicht nur die Bayern vergaben gute Chancen wie Müller (65.) und Mandzukic (73.), sondern auch Valencia. Roberto Soldado schoss aus zwölf Metern über das Tor (62.). Als vieles nach einem torlosen Remis aussah, fälschte Dante einen Schuss von Feghouli unhaltbar für Neuer ins eigene Tor ab. Nur fünf Minuten später verhinderte Müller mit seinem Ausgleichstreffer eine Münchner Zitterpartie am letzten Spieltag.

Quelle: SID/dapd/nbo
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