18.11.12

1860 München

"Löwen" trennen sich von Trainer Reiner Maurer

Fußball-Zweitligist 1860 hat sich von seinem Trainer getrennt. Reiner Maurer geht, Amateur-Coach Alexander Schmidt übernimmt.

Foto: dpa

 Fußball-Zweitligist 1860 hat sich von Trainer Reiner Maurer getrennt. Am Sonntag teilten die „Löwen“ mit, dass der 52-Jährige beurlaubt sei
Fußball-Zweitligist 1860 hat sich von Trainer Reiner Maurer getrennt. Am Sonntag teilten die "Löwen" mit, dass der 52-Jährige beurlaubt sei

Die Beurlaubung von Reiner Maurer hatte kaum die Runde gemacht, da war der Name Sven-Göran Eriksson an der Grünwalder Straße 114 schon in aller Munde. Fans und Journalisten spekulierten auf dem Vereinsgelände von 1860 München am Sonntagmorgen munter über den Star-Trainer, der Schwede sollte ein Kandidat auf die Nachfolge des Stunden zuvor gefeuerten Maurer sein.

Doch weit gefehlt: Statt des früheren englischen Nationaltrainers übernimmt der bisherige Amateur-Coach Alexander Schmidt den kriselnden Fußball-Zweitligisten. Erstmals wird er am kommenden Sonnabend auf der Bank der Münchner sitzen, wenn sie beim 1. FC Union in Berlin antreten.

"Eriksson", hob "Löwen"-Sportchef Florian Hinterberger auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz hervor, "ist nicht die Realität von 1860 München." Der 64-Jährige hatte sich am Freitagabend das 0:2 gegen den 1. FC Köln zwar vor Ort angeschaut, war aber angeblich nur zu Besuch gewesen. "Er ist ein Trainer von Weltrang. Das ist mit unseren finanziellen Vorgaben in keiner Weise vereinbar", sagte Geschäftsführer Robert Schäfer.

Schmidts bisherigen Vertrag an die 2. Liga "angepasst"

Der bisherige Amateur-Coach Schmidt passt da schon eher. Oder, wie Hinterberger sagte: "Von den Alternativen, die da waren, war er die beste Lösung." Der 44 Jahre alte Schmidt war seit Beginn dieser Spielzeit für das Regionalliga-Team verantwortlich und hatte zuvor schon als Assistenztrainer von Maurer bei den Profis gearbeitet. "Ich kenne seine Einstellung und seine Qualitäten. Ich bin der Überzeugung, dass er im Moment der richtige Mann ist", sagte Hinterberger.

Die Betonung liegt auf "im Moment". Denn auch auf Nachfrage wollten sich weder Hinterberger noch Schäfer darauf festlegen, dass man mit Schmidt die Saison beende. Man habe Schmidts bisherigen Vertrag an die 2. Liga "angepasst".

Schmidt präsentierte sich ruhig und unaufgeregt. "Ich bin in meiner elften Saison im Verein. Jedes Jahr kam eine Steigerung. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht", sagte der gebürtige Augsburger: "Ich kenne die Mannschaft und komme mit ihr gut klar, die Neuzugänge muss ich mir angucken. Jeder bekommt seine Chance."

Wo der Hebel beim Tabellen-Achten (20 Punkte), der nach nur vier Zählern aus den letzten sechs Spielen den Anschluss an die Aufstiegsplätze verloren hat, anzusetzen ist, wusste er auch schon. Es gehe darum, dass die Mannschaft am Sonnabend in Berlin auch "die spielerische Note reinhaut", sagte Schmidt: "Die Qualität hat die Mannschaft, sie muss vom Selbstvertrauen wieder auf Vordermann kommen. Ich bin sehr positiv, dass wir einen guten Start hinlegen."

Quelle: sid/sei
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