15.11.2012, 03:55

Ex-Herthaner Alex Alves starb an seltener Knochenmarkskrankheit

Der frühere Angreifer von Hertha BSC Alex Alves ist offenbar nicht an Leukämie gestorben, sondern an HPN, einer seltenen Krankheit. Auch eine Knochenmarkspende des Bruders konnte ihm nicht mehr helfen.

Der ehemalige Hertha-Stürmer Alex Alves ist nach Angaben der behandelnden Ärzte nicht an Leukämie, sondern an einer seltenen Knochenmarkserkrankung gestorben. Der 37-Jährige sei am 19. September in das Krankenhaus Amaral Carvalho in Jaú (Bundesstaat São Paulo) mit der Diagnose auf eine unter dem Namen "Hemoglobinúria Paroxística Noturna" (HPN) bekannten Erkrankung stationär aufgenommen worden.

Anders als berichtet, habe es sich dabei aber nicht um Leukämie (Blutkrebs) gehandelt, wie das Krankenhaus am Mittwochabend klar stellte.

Komplikationen bei der Leberfunktion

Am 5. Oktober sei eine Knochenmarkstransplantation durchgeführt worden, wobei einer von Alves' Brüdern der Spender gewesen sei. Die Transplantation sei aus medizinischer Sicht problemlos verlaufen. Bei dem Patienten seien aber bereits zuvor aufgrund der Krankheit Komplikationen unter anderem bei der Leberfunktion aufgetreten.

Das Versagen mehreren Organe habe schließlich zum Tod von Alex Alves geführt, hieß es in der schriftlichen Mitteilung weiter. Der Profi- Fußballer, der von 2000 bis 2003 für Hertha spielte, war am Mittwoch um 8.40 Uhr in der Krebsklinik gestorben.

(dpa/tma)
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