07.11.12

Champions League

6:1! Bayern München fegt Lille vom Platz

Dank Claudio Pizarro und einer großartigen ersten Halbzeit hat Bayern München die Tür ins Achtelfinale der Champions League aufgestoßen.

Foto: dpa

Dieses Bild gab es am Mittwochabend oft zu sehen. Die Bayern trafen nach Herzenslust gegen Lille.

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Angeführt vom überragenden Dreifach-Torschützen Claudio Pizarro hat der grandios aufspielende FC Bayern das Tor zum Achtelfinale in der Champions League weit aufgestoßen. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes bezwang den völlig überforderten französischen Klub OSC Lille 6:1 (5:0) und hat jetzt beste Chancen auf die K.o.-Phase.

In den ausstehenden Spielen beim FC Valencia (20. November) und gegen Bate Borissow (5. Dezember) reicht den Münchnern, die sich in der ersten Hälfte in einen Rausch spielten, ein weiterer Sieg.

"Wir haben in der ersten Hälfte wie aus einem Guss gespielt und tolle Tore erzielt", sagte Heynckes, merkte aber auch an: "Der Gegner war nicht allererste Klasse. Am Samstag gegen Frankfurt wird es schwieriger." Arjen Robben freute sich: "Das war eine super Leistung. Dafür ist man Fußballspieler geworden. Aber wir bleiben mit beiden Füßen auf dem Boden."

Schweinsteiger trifft als erster

Bastian Schweinsteiger mit einem direkt verwandelten Freistoß aus rund 20 Metern eröffnete den Torreigen (5.). Claudio Pizarro glückte ein Dreierpack (18., 28., 33.), sein erster Treffer war der 500. des deutschen Rekordmeisters in der Königsklasse. Florent Balmont lenkte einen Freistoß von Robben zum zwischenzeitlichen 3:0 ins Tor (23.). Salomon Kalou gestaltete das Ergebnis für Lille nur ein ganz kleines bisschen erträglicher (57.), ehe der eingewechselte Toni Kroos den alten Abstand wiederherstellte (66.). Für Lille war es die höchste Niederlage im Europapokal.

Am Ende ließen die Bayern es locker austrudeln – das Spitzenspiel des souveränen Tabellenführers in der Bundesliga am Sonnabend gegen den Dritten Eintracht Frankfurt war wohl schon im Hinterkopf. Bei weiteren Großchancen wie etwa von Kroos und dreimal Robben verpasste der FC Bayern noch einen durchaus möglichen Rekordsieg in der Champions League (bisher 7:0 gegen den FC Basel).

"Finaaale!!!"

Schon nach einer guten halben Stunde sangen die 68.000 Fans in der ausverkauften Arena dennoch "oh wie ist das schön" und "Finale" – das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion findet am 25. Mai 2013 statt. Hoch oben auf der Tribüne lagen sich die Bosse feiernd in den Armen. Dass die Ultras in der Südkurve dem Spiel fernblieben, um gegen die ihrer Meinung nach falsche Fanpolitik zu demonstrieren, fiel in all dem Jubel gar nicht mehr groß auf.

Pizarro, in der Bundesliga noch ohne Treffer, ersetzte im Angriff wie erwartet den erkrankten Mario Mandzukic, der in der Königsklasse noch ohne Torerfolg ist. Der Peruaner knüpfte nahtlos an seine sehr starke Leistung beim 3:0 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Vorwoche an. Javi Martínez, der wie immer in der Königsklasse neben Schweinsteiger im Mittelfeld spielte, zeigte die von Heynckes geforderte Steigerung – wenngleich Lille kein echter Maßstab war.

Robben rückte für Kroos in die Münchner Startelf, die furios begann. Thomas Müller, der später für Kroos raus musste (61.), scheiterte nach einem wunderbaren Angriff über Schweinsteiger, Pizarro und Robben in der vierten Minute allein vor Lilles Torwart Mickael Landreau. Es war der Auftakt zu einer wahren Chancenflut. Das 5:0 zur Pause, übrigens die höchste Führung des FC Bayern nach 45 Minuten in der Champions League, schmeichelte Lille noch.

Tänzchen mit Dante

Schweinsteigers Führungstreffer hatte eine besondere Note, hatte der Vize-Kapitän aufgrund der zuletzt gezeigten Standardschwäche der Münchner noch gefordert, "mal etwas zu ändern", etwa, einen anderen Schützen einzusetzen. Pizarros erstem Treffer (nach Doppelpass mit Franck Ribéry) folgte ein nettes kleines Jubel-Tänzchen mit Dante und Ersatzspieler Rafinha an der Seitenlinie.

Danach lieferte der "Pizza-Service" erneut – das vierte und das fünfte Bayern-Tor markierte der Peruaner jeweils nach Flanke von Lahm. Zunächst mit dem Fuß, dann per Kopf – zum drittschnellsten Dreierpack in der Geschichte der Champions League.

In der zweiten Halbzeit nahmen die Bayern gleich zwei Gänge raus. Heynckes gönnte sich den Luxus, neben Müller auch Schweinsteiger (67.) und Ribéry (72.) vorzeitig vom Feld zu nehmen. Ribéry holte sich bei seiner Auswechslung eine unnötige Gelbe Karte ab.

Quelle: SID/mim
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