"Bin kein Abzocker"
Podolski attackiert Köln-Boss und Berti Vogts
Nach seinem grandiosen Einstand bei Arsenal sieht sich Lukas Podolski in der Nationalelf gestärkt und teilt gegen seine Kritiker aus. Außerdem kann er sich eine Rückkehr zum 1. FC Köln vorstellen.
Trotz seines guten Einstandes beim FC Arsenal ist für den deutschen Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski das Kapitel 1. FC Köln noch nicht endgültig geschlossen. Er könne sich vorstellen, noch einmal in der Domstadt zu spielen, sagte der 27-Jährige.
"Irgendwann will ich noch einmal den Geißbock auf dem Trikot haben", kündigte Podolski im "Stern" an. Podolski war zur laufenden Saison von Köln zum englischen Premier-League-Klub FC Arsenal gewechselt. Die Gunners zahlten 13 Millionen Euro Ablöse für den Offensivspieler. Am Montag hatte der Stürmer des FC Arsenal als Zuschauer das Zweitligaspiel der Kölner gegen Dynamo Dresden (1:1) besucht. "Toll, wieder im Stadion gewesen zu sein", schrieb er auf Facebook.
"Ich hätte für eine Ablöse von sieben Millionen gehen können"
Welche Form sich Podolski vorstellt für einen neuerlichen Auftritt bei den Rheinländern, wo der 103-malige Nationalspieler von 2003 bis 2006 sowie von 2009 bis zum Ende der vergangenen Saison gespielt hatte, ließ der gebürtige Pole allerdings offen.
Derzeit stehen die Beziehungen zwischen Spieler und Klub ohnehin nicht zum Bestens. Geschäftsführer Claus Horstmann hatte das dreijährige Engagement des Stürmers zuletzt als nicht lohnend für den Verein bezeichnet.
"Ich kann nicht nachvollziehen, warum er eine solche Aussage getätigt hat und weiß auch nicht, was er damit bezwecken wollte. Anscheinend ist es so, dass er von den eigentlichen Problemen ablenken wollte", sagte Podolski: "Wenn ich ein Abzocker wäre und es darauf angelegt hätte, hätte ich bis zum letzten Spieltag mit meinem Wechsel gewartet. Dann hätte ich für eine festgeschriebene Ablöse von sieben Millionen Euro gehen und mir ein Handgeld von mehreren Millionen einstreichen können."
Podolski nimmt Berti Vogts nicht ernst
Auch für Kommentare des ehemaligen Bundestrainers und jetzigen Aserbaidschan-Coaches Berti Vogts, der Podolski vorgeworfen hatte, in Köln viel zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht zu haben, brachte Podolski kein Verständnis auf: "Das nehme ich überhaupt nicht ernst. Ich frage mich nur, warum diejenigen, die am weitesten weg sind und am wenigsten Ahnung haben, immer alles und jeden beurteilen und kommentieren müssen."
Die wachsende Konkurrenzsituation bei der deutschen Nationalmannschaft auf seiner Position betrachtet Podolski auch mit Blick auf seine Entwicklung bei Arsenal mit Gelassenheit: "Der Verein hat eine riesige Reputation, das ist für mich sicherlich kein Nachteil. Der Bundestrainer weiß, was er an mir hat. Ich habe schon fünf große Turniere gespielt und komme erst ins beste Fußballer-Alter."
















