Nationalmannschaft
Löw kontert Hoeneß' Kritik – "Egal, wer was sagt"
"Mehr Druck" statt "guter Laune" im Umgang mit den Nationalspielern hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß von Joachim Löw gefordert. Nun kontert der Bundestrainer: "Wir machen, was wir für richtig halten."
Joachim Löw hat gelassen auf die Ratschläge von Bayern-Präsident Uli Hoeneß zum Führungsstil in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft reagiert. "Es ist mir mittlerweile egal, wer was zu diesem Thema sagt", sagte der Bundestrainer beim Treffpunkt des DFB-Teams in Frankfurt am Main.
Hoeneß hatte "mehr Druck" statt "guter Laune" im Umgang mit den Nationalspielern angemahnt und die Rundumversorgung von Lahm und Co. als überzogen bewertet. "So lange die Spieler in diesem Maße konzentriert und intensiv arbeiten, was bislang immer der Fall war, werden wir die Dinge auch weiter so handhaben", konterte Löw den Bayern-Chef.
Löw ist überzeugt von seiner Arbeit
Die ersten ein, zwei Jahre als Bundestrainer habe er sich noch dafür interessiert, "wer irgendwas dazu sagt irgendwo in der Republik, aus der Richtung oder aus der Richtung", bemerkte Löw mit Verweis auf eine weitgehend erfolgreiche Arbeit seit seinem Amtsantritt 2006: "Aber heute bin ich völlig entspannt, wenn ich solche Dinge höre. Ich weiß, dass ich von unseren Dingen überzeugt bin. Wir machen das, was wir für richtig halten."
Auch mit der gegenwärtig angespannten Personallage werde sein Team zurechtkommen, betonte Löw. Nach Ilkay Gündogan und Lars Bender hatte am Montag auch der Dortmunder Mats Hummels wegen einer Fußverletzung seine Teilnahme an den WM-Qualifikationsspielen am Freitag in Irland und vier Tage später in Berlin gegen Schweden abgesagt. Kapitän Philipp Lahm ist in Dublin gesperrt. Der Bundestrainer holte den Hamburger Heiko Westermann zurück in den Kader. "Wir werden mit der Situation umgehen können", sagte Löw.
Westermann war zuletzt 2010 nominiert
Der 29 Jahre alte Westermann hat das Nationaltrikot zuletzt vor fast zwei Jahren getragen. Der nachnominierte HSV-Profi spielte beim 0:0 im Testspiel gegen Schweden am 17. November 2010 in Göteborg neben dem damaligen Newcomer Hummels in der Innenverteidigung. Der vielseitige Westermann kann aber auch außen verteidigen.
In Frankfurt, wo sich die nominierten 20 Akteure bis zum späten Montagabend im Teamhotel einfinden mussten, bereitet sich die DFB-Auswahl um Rückkehrer Bastian Schweinsteiger bis Donnerstag vor. Dann geht es weiter nach Dublin, wo Löw am Freitag (20.45 Uhr, ZDF live) gegen die von Giovanni Trapattoni betreuten Iren auch den nach zwei Gelben Karten gesperrten Münchner Philipp Lahm ersetzen muss.
















