08.10.12

Neue Karrierepläne

Warum Michael Ballack bald Trainer werden möchte

"Mir fehlt nichts", sagt Michael Ballack nach seinem Rücktritt als Profifußballer – außer vielleicht dies: ein berufliches Ziel. Jetzt folgt der Ex-Nationalspieler dem Rat eines alten Wegbegleiters.

Foto: Getty
Michael Ballack
Bei Bayer Leverkusen hat Michael Ballack zuletzt keinen Vertrag mehr erhalten und seine aktive Karriere mit 36 Jahren beendet. Nun will er künftig anderen beibringen, was ihn zum 98-maligen Nationalspieler gemacht hat

Michael Ballack fasst nach seinem Rücktritt als Profi-Fußballer eine Karriere als Trainer ins Auge. Das bestätigte der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft der "Sport Bild" und dem "Express". "Ich werde in absehbarer Zeit den Trainerschein machen – unabhängig davon, ob ich später auch einmal als Trainer arbeiten werde. Für mich ist interessant, den Fußball von der Trainer-Seite zu sehen, die Ausbildung zu machen. Wann ich damit beginnen werde, ist aber noch offen", sagte Ballack "Sport Bild".

Damit folgt Ballack auch einem Rat von Rudi Völler. Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen, der als Teamchef der Nationalmannschaft gemeinsam mit Ballack 2002 Weltmeisterschaftszweiter geworden war, hatte seinem ehemaligen Schützling ausdrücklich ans Herz gelegt, den Trainerschein zu machen: "Die Fähigkeit und den Intellekt für den Trainerjob hat er."

Für den 36-jährigen Ballack hat allerdings vorerst die Familie Priorität. Er habe sich die Entscheidung für einen Rücktritt "gut und lange überlegt", sagte er dem "Express". Trotz einiger Angebote habe zuletzt die Motivation gefehlt weiterzumachen. Er habe "auch eine Familie, meine drei Jungs, mit denen ich jetzt viel mehr Zeit verbringen kann. Das möchte ich jetzt genießen." Ballack betonte: "Mir fehlt nichts."

Er habe 17 Jahre auf höchstem Niveau gespielt und auf der glücklichen Seite des Lebens gestanden, sagte Ballack: "Ich konnte mein Hobby zum Beruf machen. Dafür bin ich dankbar. Aber ich habe auch viele andere Interessen neben dem Fußball, denen ich mich jetzt widmen kann. Unabhängig davon, wird der Fußball natürlich weiterhin Teil meines Lebens sein."

Ballacks Vertrag beim Bundesligisten Bayer Leverkusen war im Sommer nicht verlängert worden. Zunächst war ein Wechsel nach Australien im Gespräch gewesen, doch am vergangenen Dienstag hängte der 98-malige Nationalspieler seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel.

Quelle: sid/JHU
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