Kicker-Ticker
Tempo 234 – Arsenal-Star verliert Führerschein
Andre Santos vom FC Arsenal überholt mit seinem Maserati die Polizei und muss dafür büßen. Außerdem: Hannovers Andreasen erleidet einen Kreuzbandriss, und Pele sorgt sich um die WM 2014 in Brasilien.
Kaka kehrt in Selecao zurück
Der frühere Weltfußballer Kaka vom spanischen Rekordmeister Real Madrid kehrt nach über zweijähriger Abstinenz in die brasilianische Nationalmannschaft zurück. Der 30-Jährige, bei Real ins Abseits geraten, wurde von Nationaltrainer Mano Menezes ins Aufgebot für die Länderspiele gegen den Irak am 11. Oktober in Schweden und fünf Tage später gegen Japan in Polen berufen. Kaka hatte letztmals 2010 beim 1:2 im WM-Viertelfinale gegen die Niederlande für die Selecao gespielt. Im letzten Jahr war er von Menezes für die Länderspiele gegen Gabun und Ägypten nominiert worden, musste aber verletzungsbedingt passen.
Pawlow neuer ukrainischer Nationaltrainer
Die Nachfolge des scheidenden Trainers Oleg Blochin bei der ukrainischen Nationalmannschaft ist geregelt. Nikolai Pawlow folgt auf den ehemaligen Fußballer des Jahres von Europa, der zu Rekordmeister Dynamo Kiew wechselt. Blochin tritt bei seinem Stammverein Dynamo die Nachfolge des entlassenen Juri Semin, der trotz der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League gegen Borussia Mönchengladbach seinen Stuhl räumen musste. Blochin wird neben seiner Tätigkeit in Kiew die Nationalmannschaft noch in den WM-Qualifikationsspielen gegen Moldau und Montenegro (12. und 16. Oktober) betreuen. Erst dann übernimmt Pawlow, bisher Coach des Erstligisten Iljitschowez Mariupol.
Ein Jahr Fahrverbot und 4500 Euro Geldstrafe
Wie ging doch gleich der Gassenhauer von Markus aus der Neuen Deutschen Welle? "Mein Maserati fährt 210, schwupp, die Polizei hat's nicht geseh'n." Der Maserati von Andre Santos, Verteidiger des FC Arsenal, fährt sogar 234 km/h. Problem: Die Polizei hat's gesehen. Und deshalb ist der 29-Jährige nun seinen Führerschein für ein Jahr los und muss 4500 Euro Strafe zahlen. Mit seinem schwarzen Maserati war der Brasilianer im vergangenen Monat über eine viel befahrene Straße nördlich von London gerast. Dummerweise überholte er dabei auch einen Polizeiwagen, die Beamten brachten Santos wenig später zum Stehen und verhafteten ihn in der Nähe des Arsenal-Trainingsgeländes.
Ein Spiel Sperre für Gladbachs Stranzl
Martin Stranzl von Borussia Mönchengladbach hat für seine umstrittene Rote Karte gegen den Hamburger SV (2:2) ein Spiel Sperre kassiert und fehlt den Fohlen damit am Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total!) bei Meister Borussia Dortmund.
Das DFB-Sportgericht verurteilte den österreichischen Innenverteidiger für dessen Notbremse in der 53. Minute gegen Ivo Ilicevic. Den anschließenden Elfmeter hatte Rafael van der Vaart allerdings nur an den Pfosten gesetzt. Der Spieler beziehungsweise der Verein haben dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.
Verletzungsschock für Andreasen und Hannover
Hannover 96 muss mehrere Monate auf Leon Andreasen verzichten. Der dänische Profi hat sich im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (4:1) das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Dies ergab eine medizinische Untersuchung am Donnerstag. Andreasen hatte erst zu Beginn dieser Saison nach mehr als zwei Jahren Verletzungspause ein herausragendes Comeback gefeiert. In neun Pflichtspielen für die Niedersachsen erzielte er sechs Tore. Nun fällt er wahrscheinlich erneut für mindestens sechs Monate aus.
In der zehnten Minute war der 29-Jährige bei einem Zweikampf mit dem Nürnberger Hiroshi Kiyotake im Rasen hängengeblieben und hatte ausgewechselt werden müssen. Teile des Rasens waren durch ein Konzert der Gruppe Coldplay am vergangenen Wochenende stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Streich muss Strafe befürchten
Trainer Christian Streich vom SC Freiburg droht nach seiner Verbalattacke gegen Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer eine Bestrafung. Am Donnerstag nahm der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen auf. Streich ging nach dem 1:2 (1:0) der Freiburger am Mittwochabend gegen Werder Bremen auf Kinhöfer los. Streich schrie so lange den Referee an, bis der Unparteiische nicht mehr weghören konnte. Kinhöfer notierte den Vorfall.
Nach SID-Informationen hat Streich, der sich über die seiner Meinung nach zu kurze Nachspielzeit von drei Minuten aufregte, den Referee allerdings nicht beleidigt. Kinhöfer ließ es mit einer dreizeiligen Notiz im Spielbericht unter der Rubrik "Besondere Vorkommnisse" bewenden.
Liverpool feiert Sahin – Comeback von Rooney
Nuri Sahin, der ehemalige Dortmunder, hat den FC Liverpool im englischen Ligapokal vor einem frühen Ausscheiden bewahrt. Nachdem der Titelverteidiger in der dritten Runde beim Ligarivalen West Bromwich Albion durch einen Treffer von Gabriel Tamas früh in Rückstand geraten war, drehte der 24-Jährige die Partie mit zwei Toren und führte seine Mannschaft damit zum 2:1 (1:1)-Erfolg. Es waren die ersten Treffer im Liverpool-Trikot für den türkischen Nationalspieler, der vom spanischen Rekordmeister Real Madrid an die Anfield Road ausgeliehen ist.
2011 hatte Sahin mit dem BVB die deutsche Meisterschaft gewonnen und war von der Vereinigung der Vertragsfußballer (VDV) zum "Spieler des Jahres" gewählt worden. Nach seinem Wechsel zu Real war die Karriere des Nationalspielers auch aufgrund von Verletzungen allerdings ins Stocken geraten.
In Manchester feierte United-Topstürmer Wayne Rooney nach seiner langen Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback. Der englische Nationalstürmer stand beim 2:1 (1:0)-Sieg des Rekordmeisters gegen Newcastle United zum ersten Mal seit einem Monat wieder in der Startelf, blieb allerdings ohne Torerfolg. Der 26-Jährige hatte am 25. August im Ligaspiel gegen den FC Fulham eine klaffende Fleischwunde am Oberschenkel erlitten.
Ebenfalls eine Runde weiter ist der FC Arsenal, Klub der beiden deutschen Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker. Beim 6:1 (1:0)-Erfolg gegen den Drittligaverein Coventry City gönnte Teammanager Arsene Wenger seinen deutschen Leistungsträgern allerdings eine Pause und verzichtete auf ihren Einsatz.
FCA-Chef Seinsch überzeugt von Trainer Weinzierl
Nach dem Fehlstart in die neue Saison hat Walther Seinsch, Vorstandschef des FC Augsburg, Trainer Markus Weinzierl den Rücken gestärkt. "Wir werden nicht unruhig, wir sind überzeugt von Markus Weinzierl", sagte Seinsch dem "Kicker". "Wir haben einen sehr guten Trainer, er macht einen guten Job. Es gibt überhaupt keinen Anlass zu Kritik." Der FC Augsburg ist nach fünf Spieltagen mit nur einem Punkt Schlusslicht der Fußball-Bundesliga.
Weinzierl war im Sommer als Nachfolger des Niederländers Jos Luhukay zu den Schwaben gewechselt und hatte dort einen Dreijahresvertrag erhalten. Der bisherige Drittligatrainer hatte am Mittwoch beim 1:3 (0:3) gegen Bayer Leverkusen die zweite Heimniederlage hinnehmen müssen. "Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, die uns das Leben sehr, sehr schwer machen", mahnte Weinzierl nach der vierten Saisonniederlage.
Pele macht sich Sorgen um WM in Brasilien
Der brasilianische Jahrhundertfußballer Pele sieht in Brasilien noch große Probleme für die Weltmeisterschaft 2014. "Mit den Stadien gibt's keine Probleme, das wird alles picobello sein", sagte Pele der "Bild", fügte jedoch hinzu: "Gerade was den Transport der Fans sowie Straßen und Verkehrsplanung betrifft – da gibt es noch viel zu tun! Ich hoffe, wir werden rechtzeitig fertig."
Auch die brasilianische Elf sieht der 71-Jährige noch nicht fürs Turnier gerüstet. "Die Erwartungshaltung ans brasilianische Team ist riesig", betonte Pele. "Es gibt nur leider noch keine Elf, der ich so richtig vertraue. Es wird schwer, es mit Spanien oder Deutschland aufzunehmen."
















