04.07.12

Herthas  Ex-Trainer

Lucien Favre bleibt bis 2015 in Mönchengladbach

Die Spekulationen um die Zukunft von Lucien Favre haben ein Ende. Wochenlang war unklar gewesen, was der Schweizer plant.

Foto: DPA
Lucien Favre
Lucien Favres Zukunft wird in den nächsten drei Jahren bei Borussia Mönchengladbach liegen.

Lucien Favre hat lukrative Angebote aus halb Europa abgelehnt und hält Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach die Treue. Der Schweizer verlängerte seinen Vertrag beim fünfmaligen deutschen Meister vorzeitig um zwei Jahre bis 2015 und gab mehreren europäischen Top-Klubs einen Korb. "Es gab mehrere Anfragen, aber die Priorität war immer Gladbach. Ich habe immer gesagt, dass ich bei Gladbach bleibe, wenn wir eine Lösung finden", sagte der 54-Jährige.

Zuletzt buhlte der französische Ex-Meister Olympique Marseille um Favre, zuvor hatten auch schon Rekordmeister Bayern München und Bayer Leverkusen ihre Fühler nach dem "Super-Hirnli" ausgestreckt. Doch der Ex-Trainer von Hertha BSC hat sich nach monatelangen Gesprächen zur Borussia bekannt und präsentierte sich am Mittwoch gut gelaunt und mit neuer Kurzhaarfrisur bei der offiziellen Verkündung. "Der Zeitpunkt ist für uns alle gut", meinte Favre mit Blick auf den Beginn der Saisonvorbereitung.

Favres Unterschrift soll vor der anstehenden Champions-League-Qualifikation im August zusätzlichen Schwung bringen. Daher wertete Vize-Präsident Rainer Bonhof die Vertragsverlängerung des bei den Fans ungemein beliebten Favre als "ein wunderbares Zeichen vor der Saison."

Nach den schmerzhaften Abgängen der Leistungsträger Marco Reus (Borussia Dortmund), Dante (Bayern München) und Roman Neustädter (Schalke 04) setzt die Borussia bei der Entwicklung der neuen Mannschaft voll auf den Trainer. "Es gibt in der Welt nicht viele Trainer, die besser mit jungen Spielern arbeiten können", sagte Sportdirektor Max Eberl über den Schweizer: "Ich bin stolz, dass er den Vertrag verlängert hat."

Der hochgelobte Favre muss nun eine neue Mannschaft formen, die den Ansprüchen gerecht wird. Anders als in seiner Zeit bei Hertha BSC wurde und wird das Geld für die Abgänge in Neuverpflichtungen investiert.

Granit Xhaka (FC Basel), Alvaro Dominguez (Atletico Madrid), Peniel Mlapa (1899 Hoffenheim) und Branimir Hrgota (Jönköping Södra) wurden bereits verpflichtet. Mindestens ein Topstürmer soll noch folgen. Heißer Kandidat ist weiterhin Luuk de Jong vom niederländischen Erstligisten Twente Enschede.

"Ich freue mich auf die Zukunft und die neue Saison. Es wird eine große Herausforderung. Wir sind auf einem guten Weg. Bisher bin ich mit allen Verpflichtungen zufrieden. Ich hoffe, sie können sich weiterentwickeln", sagte Favre, der sich auf die Ziele noch nicht festlegen wollte: "Wir trainieren ja erst seit zwei Tagen."

Bisher kennt Favre seit seinem Amtsantritt im Februar 2011 in Gladbach nur den Weg nach oben. Rettung in der Relegation, Einzug ins Pokal-Halbfinale, Platz vier in der Bundesliga - an diese Erfolgsgeschichte wird er sich auch bei seiner Vertragsunterzeichnung erinnert haben.

Quelle: SID/mim
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