WM 2010
Eintönig, nervtötend, langweilig. Außer Deutschland
Nicht nur das Finale dieser WM war langweilig. Abgesehen von den Deutschen sind alle unter ihren Möglichkeiten geblieben.
Von Jens Bierschwale
Die finalen 120 Minuten haben sich in das Bild dieser WM gefügt: Eine spielerisch eher mäßige Partie mit einigen Kickern, die sich offenbar für Hauptrollen in künftigen Kung-Fu-Filmen empfehlen wollten; ein Schiedsrichter, der zwölf Gelbe und eine Gelb-rote Karte verhängte und trotzdem nicht respektierter Spielleiter wurde; und schließlich ein neuer Titelträger, der dank Effizienz und Spielkunst zu Recht nach 31 Tagen ganz oben steht.
Als weltweit geschätztes Spektakel wird diese WM allerdings kaum in die Historie eingehen. Zu eintönig waren die Leistungen der zuvor als Stars wie Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo, zu nervtötend das Vuvuzela-Getröte, zu wenig überraschend das gesamte Turnier. Die deutsche Mannschaft stach dabei heraus und darf sich mit ihrem erfrischenden Spielstil durchaus als einer der Gewinner sehen.
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