Handball
Füchse bangen gegen Tschechow um Spoljaric
Mit einem Sieg gegen Medwedi Tschechow am Sonntag wird für die Füchse der Einzug ins Achtelfinale der Champions League greifbar. Doch hadern die Berliner noch immer mit einer langen Verletztenliste. Ob Abwehrchef Denis Spoljaric spielen kann, ist mehr als ungewiss.
Auch ein nur flüchtiger Blick auf die Tabelle der Gruppe B reicht um zu sehen, dass die Berliner Füchse am Sonntag gegen Medwedi Tschechow einen Riesenschritt in Richtung der Top 16 der Champions League gehen können. Das Team von Dagur Sigurdsson hat als Vierter wie die Gäste aus Russland, die Dritte sind, sieben Punkte auf dem Konto. Mit einem Sieg dürften die Berliner vor den restlichen beiden Spielen bei Atletico Madrid und zu Hause gegen Schlusslicht Silkeborg sogar darauf hoffen, als Dritte ins Achtelfinale zu ziehen. Das Duell mit den Russen, denen die Füchse auswärts im ersten Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte ein 31:31 abtrotzten, ist für die Berliner das erste von drei "Endspielen".
"Nicht sehr optimistisch"
Bedauerlicherweise steht heute hinter dem Einsatz von Abwehrchef Denis Spoljaric ein dickes Fragezeichen. Der Kroate hatte beim 23:24 am Mittwoch beim HSV Hamburg einen Schlag auf die Achillessehne erhalten und musste ausgewechselt werden. Trainer Sigurdsson, der ohnehin schon wegen dessen Schulterverletzung auf Alexander Petersson verzichten muss, wird wohl erst "kurz vor Spielbeginn entscheiden, ob er auflaufen kann", ist "allerdings nicht sehr optimistisch".
Kapitän Torsten Laen würde sich natürlich freuen, wenn er den kroatischen Bären im Zentrum der Füchse-Abwehr wüsste. Er wird aber auch nicht pessimistisch sein, falls es ohne Spoljaric gehen muss. "Wir sind seit anderthalb Jahren von Verletzungen so gut wie verschont geblieben. Jetzt hat es uns mal erwischt", sagt der Däne. "Doch wir haben noch andere gute Spieler. Das haben wir auch in Hamburg gezeigt." Egal mit wem, er will die Chance nutzen, das Füchse-Debüt in der Königsklasse auch noch in der nächsten Runde weiter zu feiern. "Für uns ist das ein Schlüsselspiel", sagt Laen. "Wenn wir gewinnen, haben wir die Möglichkeit, Dritter in der Gruppe zu werden. Dann würden wir im Achtelfinale einen leichteren Gegner bekommen."
Die vier besten Teams der vier Gruppen ziehen ins Achtelfinale, mit einem Sieg hätten die Füchse nicht nur mehr Punkte als Tscheschow auf dem Konto, für sie spräche auch der direkte Vergleich. Das weiß auch Coach Sigurdsson. Von einer möglichen Vorentscheidung heute in der Schmeling-Halle will er aber nichts wissen. "Ich rechne nicht und schaue auch nicht auf die Tabelle. Alle drei Spiele sind gleich wichtig." TheBre
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