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30.03.10

Füchse-Spieler attackiert

Chalkidis wird wegen Beiß-Attacke lange gesperrt

Nach der Niederlage gegen die Füchse Berlin biss Georgios Chalkidis von der HSG Wetzlar den Hauptstädter Mark Bult. Die Handball-Bundesliga hat den Griechen dafür mit einer der höchsten Strafen ihrer Geschichte belegt. Wetzlars Trainer sieht aber Füchse-Torwart Silvio Heinevetter als Schuldigen.

© picture-alliance / Mika/Mika
HBL - VFL Gummersbach - HSG Wetzlar
Georgios Chalkidis von der HSG Wetzlar hatte Füchse-Spieler Mark Bult gebissen. Die Handball-Bundesliga hat ihn dafür hart bestraft

Georgios Chalkidis von der HSG Wetzlar muss wegen seines Angriffs gegen Mark Bult von den Füchsen Berlin fünf Spiele pausieren und 3000 Euro Strafe zahlen. Der Grieche hatte den Niederländer unmittelbar nach dem Spiel am Sonntag in der Hauptstadt in den Oberarm gebissen. Seine Strafe ist eine der höchsten in der Geschichte der Handball-Bundesliga erhalten.

"Die Schiedsrichter haben den Biss deutlich gesehen und im Spielbericht festgehalten. Beißen ist eine Tätlichkeit, da kommt man mit zwei Spielen Sperre eben nicht mehr aus. Nur Spucken bewerte ich noch höher", sagte HBL-Justiziar und Ex-Nationaltorwart Andreas Thiel. Uwe Stemberg, Spielwart des Deutschen Handball-Bundes (DHB), sagte, er habe in seiner 18-jährigen Tätigkeit "noch keine vergleichbare Szene erlebt".

Die Wetzlarer Verantwortlichen wollten sich im Laufe des Dienstags äußern, ob sie gegen die Strafe Einspruch einlegen. Dafür haben sie zwei Wochen Zeit. Thiel verwies darauf, dass nicht die mögliche Höchstsperre von zehn Spielen Sperre und 15.000 Euro Geldstrafe verhängt worden ist.

Nach dem Spiel in Berlin war es nach angeblichen Provokationen durch Füchse-Torwart Silvio Heinevetter zu tumultartigen Szenen gekommen, in deren Verlauf der 32 Jahre alte Kreisläufer zubiss. "Der hat mir in den Bauch geschlagen. Ich habe mich gewehrt und zurückgeschlagen. Da beißt er mich in den Oberarm. Es hat geblutet", sagte Bult der "B.Z.".

Der Niederländer kam für seine Beteiligung an der Rangelei ebenso ungeschoren davon wie Heinevetter, da die Schiedsrichter nur Chalkidis' Tätlichkeit im Spielbericht vermerkten. Wetzlars Trainer Michael Roth erhob nach dem Spiel schwere Vorwürfe gegen Heinevetter: "Der ist ein Provokateur, der muss endlich mal bestraft werden."

Quelle: sid/jw
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