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Handball

Füchse-Trainer Sigurdsson auf Bewährung gesperrt

Bei der Handball-Europameisterschaft hatte Füchse-Coach Dagur Sigurdsson, der auch die österreichische Nationalmannschaft betreut, erst eine Gelbe und dann eine Rote Karte gesehen. Dafür wurde er nun für sechs Monate gesperrt - auf Bewährung.

Und er trainiert die Füchse Berlin: Dagur Sigurdsson. Für den Isländer, der bis 2011 einen Vertrag hat, ist es die erste Station in der Handball-Bundesliga. In Deutschland ist er dennoch kein Unbekannter, war er doch bereits als Spieler in Wuppertal aktiv. Der dreifache Vater ist zudem noch Chefcoach der österreichischen Nationalmannschaft, hat seinen Lebensmittelpunkt aber in Berlin.
Foto: Photo Wende
Konnte sich bei der Handball-EM nur schwer beherrschen: Dagur Sigurdsson

Österreichs Handball-Nationaltrainer Dagur Sigurdsson kommt sein Wutausbruch im EM-Spiel gegen Kroatien teuer zu stehen. Der Isländer, der auch den Bundesligisten Füchse Berlin trainiert, wurde von der Europäischen Handball-Föderation (EHF) am Mittwoch für seine Entgleisungen mit einer Geldstrafe von 2000 Euro belegt. Zudem droht dem Coach eine Sperre von sechs Monaten für alle Wettbewerbe der EHF, falls er sich in den kommenden drei Jahren noch einmal etwas zuschulden kommen lässt. Für das laufende Turnier mit dem letzten Hauptrunden-Spiel der Gastgeber am Donnerstag gegen Russland hat das Urteil keine Auswirkungen, ebenso wenig für seine Tätigkeit beim Hauptstadtklub.

Martin Hausleitner, Generalsekretär des Österreichischen Handballbundes (ÖHB), erklärte, dass der Verband die Zahlung der Geldstrafe übernimmt. „Dagur wird dafür ein wenig in die Mannschaftskasse einzahlen“, sagte der Funktionär. Laut EHF wurde Sigurdsson für verbale Entgleisungen sowie das Umwerfen eines Sessels im Coaching-Bereich bestraft. Sigurdsson hatte in der Schlussphase des mit 23:26 verlorenen Spiels gegen Kroatien in der 57. Spielminute die Rote Karte gesehen. „Wir sind zu weit gegangen, darüber muss man nicht diskutieren. Aber das mit dem Sessel war ich nicht“, sagte Sigurdsson.dpa/sei



Erschienen am 27.01.2010

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