Handball
Zwei Spieler der Füchse verletzen sich bei EM
Konrad Wilczynski wollte es den Norwegern bei der Handball-Europameisterschaft in Österreich so richtig zeigen. Doch es kam anders. Er und sein Mannschaftskollege Vatne von den Berliner Füchsen zogen sich Verletzungen zu, die sie in der Bundesliga für Wochen außer Gefecht setzen werden.
Von Alexandra Gross
Linksaußen Konrad Wilczynski hatte sich so auf die sportliche Auseinandersetzung mit seinen Berliner Mannschaftskollegen Stian Vatne und Kjetil Strand gefreut. "Das wird ein großer Spaß", sagte der Linksaußen des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin vor dem Hauptrundenspiel Österreichs gegen Norwegen bei der Europameisterschaft in seinem Heimatland. "Wir werden Norwegen die Stirn bieten", verkündete er, "mit der Begeisterung, die uns entgegengebracht wird, können wir jeden Gegner einschüchtern."
Das müssen nun an seiner Stelle vermutlich andere übernahmen. Und auch Vatne wird nur Zuschauer sein können. Denn beide Leistungsträger der Füchse haben sich bei der EM Verletzungen zugezogen, die sie durchaus für einige Wochen außer Gefecht setzen könnten.
Bei Wilczynski ist ein Band zwischen zwei Wurzelknochen der Wurfhand gerissen. Ob er dennoch für Österreich aufläuft, ist sehr fraglich. Vatne rutschte im Vorrundenspiel gegen die Ukraine aus, verfolgte den Rest der Partie mit bandagiertem und hochgelegtem Bein und begab sich anschließend in medizinische Behandlung. Die erste Diagnose lautete Muskelfaserriss im Oberschenkel. Sollte sie sich bewahrheiten, wäre die EM für den Norweger beendet - und bei seinem Arbeitgeber, den Füchsen, würde der Abwehrchef mehrere Wochen ausfallen.
So sehr sich Geschäftsführer Bob Hanning darüber freute, dass alle acht Füchse-Spieler in Österreich die Hauptrunde erreicht haben, so sehr schockte ihn die Nachricht von den Verletzungen. "Der Ausfall von Stian Vatne und Konrad Wilczynski ist nicht nur für ihre Nationalmannschaften, sondern vor allem auch für uns eine Katastrophe."
Deshalb suchen die Füchse nun kurzfristig nach Verstärkung. "Ja, es stimmt, ich bemühe mich um Ersatz", bestätigt Geschäftsführer Bob Hanning die Ausschau nach neuem Personal. Vor allem die linke Außenposition bereitet dem Manager Sorgen, denn mit Martin Murawski (21) und Alexander Voß (21) müssen nun zwei Jung-Füchse Wilczynski ersetzen. Hanning: "Wir haben Vertrauen in Murawski, aber gleich mit zwei so jungen Leuten wird es für uns schwer." Vor allem, da sich die Füchse in dieser Saison für den Europapokal qualifizieren wollen.
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