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Bundesliga

Füchse feiern Handball-Party gegen GWD Minden

Vor der Winter- und Europameisterschaftspause haben die Handballer der Füchse Berlin das Spiel gegen GWD Minden mit 29:24 gewonnen. Mit 20:16 Punkten überwintert der Bundesligist damit auf dem neunten Platz und bleibt in Sichtweite zu den Europapokalplätzen.

Die zweite Halbzeit geriet zum Schaulaufen. Völlig entfesselt und mit sichtlich Spaß am eigenen Tun zeigten die Spieler der Füchse Berlin, wie schön Handball sein kann. Einem sehenswert heraus gespielten Treffer folgte schon der nächste Kunstwurf. Sehr zur Freude der 7881 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle. So geriet das letzte Bundesligaspiel des Jahres am Mittwochabend zur Handball-Party. Mit 29:24 (14:8) besiegten die Berliner Schlusslicht GWD Minden und feierten den fünften Heimsieg sowie einen Rückrundenstart nach Maß.

Vergangene Woche hatten sich die Füchse in Dormagen gegen einen Tabellenletzten noch blamiert, nun tilgten sie diese Schmach. Zwar kamen die Gäste zunächst besser ins Spiel, doch nach neun Minuten übernahmen die Platzherren durch einen Treffer von Rechtsaußen Markus Richwien schließlich die Führung (5:4). Colja Löffler ersetzte wie schon gegen Gummersbach den verletzten Kapitän Torsten Laen auf der Kreisläuferposition mit Bravour. Dabei konnte der 20-Jährige auch in der Abwehr einige Angriffe der Mindener entschärfen. Rasch bauten die Füchse ihren Vorsprung aus. Sie konnten sich gar mehrere Fehlwürfe leisten und gingen dennoch mit einem Sechs-Tore-Polster in die Pause.

Die Hausherren hatten den Gegner im Griff

Nach dem Seitenwechsel wurde die Handball-Fete in der Schmeling-Halle munter fortgesetzt. Die Hausherren hatten den Gegner im Griff und spielten ein ums andere Mal für die Galerie. Im Tor glänzte einmal mehr Petr Stochl. Der Tscheche wehrte bärenstarke 21 Bälle ab. In der 43. Minute durfte Silvio Heinevetter ran. Freundin und Tatort-Kommissarin Simone Thomalla sah es mit Freude von der Tribüne aus. Nach dem Abpfiff feierten die Spieler gemeinsam mit ihren Fans ausgelassen den gelungenen Jahresabschluss. Bester Werfer war Konrad Wilczynski mit sechs Toren (vier Siebenmeter).

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Jahresabschluss. Wir haben den Rückraum von Minden im Griff gehabt, meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert“, lobte Trainer Dagur Sigurdsson.

Die Hinrunde hatten die Füchse am vergangenen Sonntag nach dem Sieg über Gummersbach mit zwei Punkten hinter dem Soll beendet. Nach dem zehnten Saisonerfolg am 18. Spieltag bleiben die Berliner nun weiter in Reichweite zu den Europapokal-Plätzen, die sie sich am Ende ihrer dritten Bundesligasaison zum Ziel gesetzt hatten.

Nun folgen sechs Wochen Pause, in der die Nationalspieler sich auf die EM in Österreich vorbereiten (19.-31. Januar 2010). Von den Füchsen mit dabei sind Trainer Sigurdsson, der neben den Berlinern noch die österreichische Nationalmannschaft betreut, sowie Linksaußen Konrad Wilczynski, der ebenfalls das Trikot der Alpenrepublik trägt. Für Deutschland steht Silvio Heinevetter zwischen den Pfosten, bei Tschechien gehört Keeper Stochl zu den Leistungsträgern. Stian Vatne und Kjetil Strand gehen für Norwegen auf Torejagd, ebenso wie Bartlomiej Jaszka für Polen.

Rückserie beginnt für die Füchse am 9. Februar 2010

Der Rest der Füchse wird sich mit Co-Trainer Alexander Haase in Berlin fit halten und auf die Rückserie vorbereiten. Die beginnt für die Berliner am 9. Februar mit dem Auswärtsspiel beim TBV Lemgo. Dort wollen die Füchse ihren Angriff auf Europa starten. Dabei sehen die Verantwortlichen der Füchse Steigerungspotenzial für die zweite Saisonhälfte. „Wir müssen konstanter spielen und die Einstellung muss immer stimmen“, sagt Sigurdsson.

Immerhin, mit der Verpflichtung von Silvio Heinevetter, Torsten Laen, Stian Vatne, Runar Karason und Sebastian Schneider zu Beginn der Saison haben die Füchse an Qualität hinzugewonnen. Das war einmal mehr am Mittwoch gegen GWD Minden zu begutachten.

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