Handball-Bundesliga
Füchse wollen mit Sieg in EM-Pause gehen
Vor heimischem Publikum treten die Füchse Berlin am vorletzten Tag des Jahres gegen Minden an. Um sich mit einem Sieg in die sechswöchige EM-Pause zu verabschieden, müssen die Profis mit einer professionellen Einstellung an das Spiel gegen das Tabellen-Schlusslicht gehen.
Von Alexandra Gross
Es gibt Niederlagen, die verbannen Sportler rasch aus ihren Köpfen, andere Pleiten wiederum bleiben etwas länger auf der Seele haften. Dazu zählt auch die Schlappe der Füchse vor einer Woche beim Tabellenletzten Dormagen (23:32). Zwar zeigten die Berliner Handballer beim 30:24-Sieg über den VfL Gummersbach vier Tage später die erhoffte Wiedergutmachung, dennoch mahnt Geschäftsführer Bob Hanning an: "Der Sieg gegen Gummersbach allein reicht nicht, um Dormagen zu vergessen."
Und so ist die Marschroute der Füchse für das letzte Spiel des Jahres am Mittwoch gegen GWD Minden (20.15 Uhr, Max-Schmeling-Halle) klar: Mit einem Erfolg gegen den Tabellenletzten wollen sich die Berliner vor eigenem Publikum in die sechswöchige EM-Pause verabschieden.
Das klappt freilich nur, wenn die Profis mit der gleichen professionellen Einstellung in die Partie gehen wie schon gegen Gummersbach. "Ich kann eine Einstellung nicht bestellen, jeder Spieler muss für sich die richtige Einstellung auf das nächste Spiel finden", sagt Trainer Dagur Sigurdsson, "wir werden gegen Minden in das Spiel gehen wie immer, und ich hoffe, dass die Konzentration stimmt." Zugleich warnt der Isländer davor, den Kontrahenten zu unterschätzen, nur weil dieser gegen den Abstieg kämpfe. Sigurdsson, der erneut auf Kapitän Torsten Laen (Muskelverletzung) verzichten muss, sagt: "Minden ist Tabellen-Schlusslicht, das war Dormagen auch." Zudem schöpfte der Tabellenletzte trotz Niederlagen zuletzt Mut. "Am Ende der Saison haben wir genug Punkte", glaubt Manager Horst Bredemeier.
Am Mittwoch kommt es auch zum Duell zweier Torhüter, die sich für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen wollen. Während Füchse-Schlussmann Silvio Heinevetter (24 Länderspiele) aber bereits im Kader für die EM in Österreich (19.1.-31.1.2010) steht, befindet sich der Mindener Nikolas Katsigiannis (zwei Länderspiele) nur auf der Reserveliste. Dafür aber rangiert der GWD-Keeper mit 10,80 Paraden pro Spiel vor Heinevetter (9,25). Das kann sich mit dieser Partie ändern.
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