Handball
Liebespaar löst bei Füchsen Rummel aus
Mittwoch, 18. November 2009 14:53 - Von Alexandra GrossVor dem Topspiel gegen den HSV Hamburg stehen bei den Füchsen Berlin die Telefone nicht still. Vor allem Fotografen und Society-Reporter wollen dabei sein, wenn Torhüter Silvio Heinevetter und die Schauspielerin Simone Thomalla beim Spiel erstmals offiziell als Paar auftreten.
Hektik und Stress ist Bob Hanning gewohnt, beim Geschäftsführer der Füchse laufen die Fäden des Berliner Handball-Projekts zusammen. Täglich gilt es, Entscheidungen zu treffen oder Abläufe zu koordinieren. Was der 41-jährige Manager jedoch in den vergangenen Tagen erlebte, entlockte ihm staunend die Worte: "Das ist der reinste Wahnsinn."
Vor dem Topspiel am heutigen Mittwoch gegen den HSV Hamburg (19.15 Uhr, Max-Schmeling-Halle, live im DSF) standen die Telefone in den Büroräumen des Hauptstadtklubs am Gendarmenmarkt kaum still. Vor allem Fotografen, die Hochglanzmagazinen ihre Bilder feilbieten, und Society-Reporter erbaten Einlass - für den VIP-Raum. Der Grund des Interesses ist "die schönste Liebe im herbstlichen Berlin", wie die "Bild" die Beziehung zwischen Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter (25) und der Schauspielerin Simone Thomalla (44) bezeichnet. In der vergangenen Woche hatten die beiden ihre Liaison öffentlich gemacht, am Abend treten sie nun erstmals offiziell beim Spiel als Paar auf. Freute sich Hanning jüngst noch über den Glamour-Faktor, den das Liebespaar den Füchsen nun über die Stadtgrenzen verleiht, schüttelte er am Dienstag den Kopf: "Das sind Menschen, die mit Handball nie etwas zu tun hatten, aber dieser Hype ist offenbar ein Spiegelbild unserer Gesellschaft."
Für Bob Hanning ist das Duell mit dem Nordklub etwas ganz Besonderes. Von Dezember 2002 bis Mai 2005 trainierte er die Hamburger und führte sie aus dem Tabellenkeller, sieben Akteure von damals stehen noch im Team. Und natürlich ist der HSV der große Favorit. "Wir können dem HSV auf keiner Position das Wasser reichen", räumt Hanning ein. Zudem plagen die Füchse Personalsorgen: Ob Stian Vatne (Magen-Darm), Petr Stochl (Rücken) und Mark Bult (Zerrung) spielen, ist noch offen.
Gleichwohl erwarten der Manager und Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson eine deutliche Steigerung gegenüber dem Debakel eine Woche zuvor gegen Kiel (23:40). In der Partie gegen den Rekordmeister hatte es den Berlinern an Einsatz und Kampfeswillen gemangelt. Zum Ärger der Verantwortlichen. "Unabhängig vom Resultat müssen wir uns gegen den HSV anders präsentieren", sagt Hanning und fordert: "Wir müssen uns mit aller Kraft wehren. Nach der Schlappe gegen Kiel erwarte ich eine klare Reaktion von der Mannschaft."


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