27.02.13

Handball

Christophersen riskiert viel und zahlt einen hohen Preis

Er wollte den Füchsen so schnell wie möglich helfen. Vielleicht zu schnell: Jetzt wirft eine Verletzung Sven-Sören Christophersen zurück.

Von Theo Breiding
Foto: dpa

Wurfgewaltig ist Sven-Sören Christophersen. Aber zurzeit kann er seinen Füchsen nicht helfen, weil seine Knie nicht mitspielen wollen.
Wurfgewaltig ist Sven-Sören Christophersen. Aber zurzeit kann er seinen Füchsen nicht helfen, weil seine Knie nicht mitspielen wollen.

Keiner verliert gern, aber die Niederlage der Füchse in Kiel ist auch mit sieben Toren Differenz kein Grund, sich tagelang einzuschließen und das Ende der Welt herbeizureden. Schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass mit Sven-Sören Christophersen einer der Besten nicht dabei war. Natürlich muss an Details gearbeitet werden, aber vorbei ist vorbei, der Blick richtet sich nach vorn.

Das Pokalspiel in Lübbecke ging klar verloren

Schon am Sonntag (15 Uhr, live im Morgenpost-Ticker) kommt der TuS N.-Lübbecke in die Schmeling-Halle, gegen den eine Niederlage weit ärgerlicher wäre. So wie es aussieht, werden Berlins Handballer auch in diesem Spiel ohne Christophersen auskommen und die Revanche für das überraschend verloren gegangene Pokalspiel im Oktober (28:32) ohne ihr Rückraum-Ass bewerkstelligen müssen. Ihn plagt eine Entzündung im linken Knie.

Christophersen selbst hält einen Einsatz "am Sonntag für eher unwahrscheinlich". Und dann käme ja erst mal die Nationalmannschaft mit den Länderspielen am 9. und 10. März gegen Schweiz. Der Bundestrainer wisse schon bescheid, erzählt Berlins Nationalspieler: "Ich stehe in Kontakt mit Martin Heuberger und habe ihm gesagt, dass ich verletzt bin und nicht anreisen kann."

Champions-League-Termine gegen Atletico sind jetzt fix

Ob diese Pause allerdings seinem Knie reichen wird, um wieder schmerzfrei und voll belastbar zu sein, weiß Christophersen nicht. Zwar sei positiv, dass alle Untersuchungen "keinen expliziten Befund hervorgebracht haben und das Knie strukturell in Ordnung ist", sagt der Füchse-Star. Aber die Beanspruchungen der letzten Jahre seien auf den Aufnahmen schon erkennbar.

"Mit dem linken Knie hatte ich immer ein wenig Probleme, das ist so eine Art chronische Geschichte, die aber immer irgendwie kompensiert wurde, solange das rechte gesund war." Jetzt, vermutet Christophersen, sei das Gleichgewicht gestört, nachdem er sich erst bei den Füchsen und dann bei der Nationalmannschaft kurz hintereinander im rechten Knie zwei Bänderverletzungen zugezogen hatte.

"Ich gehe zurzeit zur Akupunktur, zum Osteopathen und zum Physiotherapeuten. Alles ist natürlich aufeinander abgestimmt, und ich habe auch das Gefühl, dass die Behandlungen gut anschlagen – aber unter dem Strich bleibt, ich wage keine Prognose."

Dem Nationalspieler geht es um eine dauerhafte Lösung

"Ruhe und Geduld" seien vorerst die gefragten Tugenden. Zufrieden sei er, dass er "jetzt diese Pause bekomme, denn es ist sehr unbefriedigend, wenn ich nicht das leisten kann, wozu ich eigentlich in der Lage bin". Es gehe jetzt "um eine dauerhafte Lösung und nicht darum, mich von Spiel zu Spiel zu retten".

Die kommenden Aufgaben (Lübbecke, Balingen) sind wohl auch ohne Christophersen lösbar. Erst dann wartet am 17. und 24. März in der Champions League Atletico Madrid. Wenn es irgend geht, ist Christophersen dann sicherlich wieder dabei. Spieler wollen bekanntlich spielen.

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