06.01.13

Handball

Berliner Fuchs Heinevetter bei WM im Tor die Nummer eins

Die T-Frage ist im deutschen Team geklärt. Handball-Bundestrainer Heuberger ist vom Berliner Keeper überzeugt.

Foto: dpa

Mit einem schelmischen Lächeln verließ der 28-jährige Silvio Heinevetter nach der Partie gegen Schweden das Spielfeld. Er wusste, dass er wie schon beim 26:20-Sieg in Schweden zwei Tage zuvor in großer Form aufgespielt hatte
Mit einem schelmischen Lächeln verließ der 28-jährige Silvio Heinevetter nach der Partie gegen Schweden das Spielfeld. Er wusste, dass er wie schon beim 26:20-Sieg in Schweden zwei Tage zuvor in großer Form aufgespielt hatte

Silvio Heinevetter lag bäuchlings vor seinem Tor auf dem Boden und schlug vor Freude mit beiden Händen aufs Parkett. Wieder hatte der Schlussmann der Berliner Füchse einen Wurf pariert und damit den deutschen Handballern am Sonnabend in Hamburg den Weg zum 28:28 (15:16) gegen den Olympia-Zweiten Schweden geebnet.

Knapp eine Woche vor WM-Beginn stand damit auch für den experimentierfreudigen Bundestrainer Martin Heuberger fest: Die T-Frage ist im deutschen Team geklärt – Silvio Heinevetter ist die Nummer eins.

"Das war mir von vornherein klar. In wichtigen Situationen ist er immer da. Das hat er auch zuletzt bei den Füchsen gezeigt. Gerade als es bei den Berlinern an sich nicht so lief, hat er viele Spiele gewonnen", sagte der Bundestrainer und erklärte mit Blick auf den Lemgoer Carsten Lichtlein: "Carsten wird ein guter zweiter Torhüter sein."

Mit einem schelmischen Lächeln verließ der 28-jährige Heinevetter das Spielfeld. Er wusste, dass er wie schon beim 26:20-Sieg in Schweden zwei Tage zuvor in großer Form aufgespielt hatte. Dennoch blieb er gelassen und wollte sich nicht in den Vordergrund stellen. "Ich habe meinen Job gemacht", erklärte er.

Mehrere Verteidigungsvarianten

Auch dank Heinevetter sind die deutschen Handballer im neuen Jahr noch unbesiegt. Denn der Berliner kam in Hamburg erst nach der Pause beim Stand von 15:16 für den zuvor glücklosen Lichtlein in die Partie. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns stabilisiert in der Abwehr, vor allem auch, weil Silvio einige gute Paraden hatte", urteilte Martin Heuberger.

Während auf der Torhüter-Position alles klar ist, probte der Bundestrainer mit seinen Feldspielern mehr taktische Varianten als je zuvor. In der Abwehr ließ er mal defensiv und mal mit einem vorgezogenen Spieler decken. Im Angriff nahm er Anleihe beim Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten und ersetzte den Torhüter durch Spielmacher Martin Strobel als siebten Feldspieler.

Neben Holger Glandorf, Lars Kaufmann und Uwe Gensheimer, die für die WM aus Regenerations- und Verletzungsgründen abgesagt hatten, musste der Bundestrainer kurzfristig auf Oliver Roggisch verzichten. Der Kapitän und Abwehrchef war durch Magen-Darm-Probleme außer Gefecht gesetzt.

Noch einmal kann der Bundestrainer testen. Am Mittwoch (20.15 Uhr) steigt in Stuttgart die WM-Generalprobe gegen Rumänien. Tags darauf fliegt das Team nach Spanien. Dort sind in der Vorrundengruppe A in Granollers und Barcelona vom 12. Januar an Brasilien, Tunesien, Argentinien, Montenegro sowie Titelverteidiger und Olympiasieger Frankreich die Kontrahenten. Das Minimalziel heißt Platz vier in der Vorrunde und damit die Qualifikation für das Achtelfinale.

Quelle: dpa/sei
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