04.01.2013, 19:20

Handball Füchse-Torjäger Christophersen feiert gelungenes Comeback


Sven-Sören Christophersen durfte fast sechs Wochen nicht trainieren

Foto: Philipp Guelland / dapd

Sven-Sören Christophersen durfte fast sechs Wochen nicht trainieren Foto: Philipp Guelland / dapd

Das erste Testspiel gegen Schweden zeigt: Der Berliner ist nach seinem Bänderriss und trotz Spielauszeit fit für die Handball-WM.

Deutschlands Handballer feierten acht Tage vor Beginn der WM in Spanien einen perfekten Einstand ins Jahr 2013. Im ersten von zwei Testspielen gegen Schweden gewann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Donnerstag in Växjö mit 26:20 (10:10) gegen den Olympia-Zweiten. In der Vida Arena warfen Neuling Kevin Schmidt (3) und Adrian Pfahl (3) die meisten Tore für das umformierte deutsche Team.

An diesem Sonnabend treffen beide Teams (15.45 Uhr, Nord 3) in Hamburg erneut aufeinander. Die Generalprobe für die WM (11. bis 27. Januar) folgt am 9. Januar (20.15 Uhr) in Stuttgart gegen Rumänien. "Die Grundlage für den Erfolg war die Abwehr – genau das hatten wir uns vorgenommen. Wir haben jetzt ein Spiel gewonnen, aber mehr noch nicht. Für die Mannschaft war es wichtig, damit sie an sich glaubt und gut reingekommen ist in die WM-Vorbereitung", sagte Bundestrainer Martin Heuberger.

Die Auszeichnung als bester Spieler bekam in Växjö zwar Torhüter Silvio Heinevetter, doch nicht minder wertvoll war der Auftritt seines Berliner Füchse-Kollegen Sven-Sören Christophersen. Nach fast sechs Wochen ohne Spielpraxis feierte der Rückraumspieler ein Comeback, das ebenso ermutigend war wie der Sieg. "Das Teamergebnis hat gestimmt, ich hatte zwei Torerfolge, in der Abwehr konnte ich mich gut einbringen – insofern bin ich mit dem Einstieg sehr zufrieden und hoffe, dass ich darauf aufbauen kann", freute sich der Berliner Torjäger.

Christophersen blickt optimistisch auf die WM

Ende November hatte sich Christophersen das Außenband im rechten Knie gerissen. Trotz der folgenden Zwangspause hielt Bundestrainer Martin Heuberger an seiner Nominierung für die Weltmeisterschaft in Spanien fest. "Martin hat auch mit unserem Arzt gesprochen, der prognostiziert hatte, dass ich in der letzten Dezemberwoche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen könne. Und so war es letztlich auch. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl kann das gut klappen", glaubt Christophersen.

Beim zweiten Test an diesem Sonnabend in Hamburg erneut gegen Schweden und dann bei der WM-Generalprobe am 9. Januar 2013 in Stuttgart gegen Rumänien will "Smöre" weitere Fortschritte präsentieren. "Ich muss natürlich mit den Begleiterscheinungen leben: Die Schulter zwickt ein bisschen, wenn die Wurfbelastung wiederkommt. Nach einer längeren Pause muss man sich auch daran wieder gewöhnen, aber das Knie hält." Er ist "zuversichtlich, dass wir die kurze Zeit bis zur Weltmeisterschaft gut nutzen können".

Nummer eins im linken Rückraum

Nach dem Rücktritt von Pascal Hens und dem Ausfall von Lars Kaufmann (Knieoperation) hatte sich Heuberger früh auf den 27-jährigen Berliner als Nummer 1 im linken Rückraum festgelegt. "Wir sind guten Mutes, dass 'Smöre' fit für die Nationalmannschaft ist", hatte der Bundestrainer im Dezember erklärt und dabei die Kooperation mit den Füchsen in höchsten Tönen gelobt. "Die Zusammenarbeit gefällt mir sehr gut. Da merkt man, dass den Füchsen die Nationalmannschaft wichtig ist."

Mit seinen nun 81 Länderspielen gehört Christophersen inzwischen zu Heubergers erfahrenen Spielern. In Schweden teilte er sich das Zimmer mit Neuling Kevin Schmidt, der seine Premiere in der Nationalmannschaft mit drei Siebenmeter-Treffern feierte. "Er bringt guten, frischen Wind rein, hat unheimlich schnelle Beine und einen trickreichen Wurf", lobte Christophersen den Youngster: "Ich fand es gut, dass er am Siebenmeterpunkt stand. Er wirkte da sehr sicher, und ich hoffe, dass er die Sicherheit weiter an den Tag legen kann."

(BM)
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