26.12.12

Handball

Füchse Berlin schlagen Neuhausen und holen Petersen

Im letzten Spiel des Jahres ließen die Berliner dem Aufsteiger mit 36:25 keine Chance. Der Schwede Petersen vom HSV wird sie künftig unterstützen.

Von Sebastian Arlt
Foto: dpa

Erfolgreich: Johannes Sellin war gegen Neuhausen mit acht Toren bester Füchse-Werfer
Erfolgreich: Johannes Sellin war gegen Neuhausen mit acht Toren bester Füchse-Werfer

"Oh, wie ist das schön…", sangen die Fans am Mittwochabend in der Schmeling-Halle nach dem 36:25 (21:15) der Füchse Berlin gegen Bundesliga-Aufsteiger TV Neuhausen. Johannes Sellin (acht Tore) und Ivan Nincevic (sieben) waren am erfolgreichsten.

Die 7379 Besucher hatten sich von ihrem Team gut unterhalten gefühlt, das sich nach diesem Erfolg – als Vierter der Tabelle – erst einmal in eine längere Pause verabschiedet. Vom 10. bis 27. Januar 2013 steht die Weltmeisterschaft in Spanien an, erst am 6. Februar greifen die Füchse dann in der Bundesliga wieder ein – mit einem Spiel bei Frisch Auf Göppingen.

Alle Klubs nutzen jetzt die freie Zeit, um Strategie und Kader für die kommende Spielzeit festzulegen. Bei einer Personalie haben die Füchse offenbar schon Nägel mit Köpfen gemacht. Nach Informationen der Berliner Morgenpost wird der Schwede Fredrik Raahauge Petersen in der kommenden Saison das Berliner Trikot tragen. Der Rechtshänder, der zumeist auf Linksaußen spielt, ist 29 Jahre alt und zurzeit beim Liga-Konkurrenten HSV Hamburg unter Vertrag. In 19 Spielen für die Hanseaten hat er bisher 55 Tore erzielt.

Eigentlich wollte der schwedische Nationalspieler 2012/2013 für den ambitionierten Klub AG Kopenhagen auflaufen, aber nachdem die Dänen im vergangenen August Insolvenz anmelden mussten, sicherten sich die Hamburger postwendend die Dienste von Petersen. Der hatte im Sommer mit der Nationalmannschaft wohl seinen Karrierehöhepunkt gefeiert. Bei den Olympischen Spielen in London gewann Schweden die Silbermedaille, erst im Finale unterlagen die Skandinavier Frankreich mit 21:22. Petersen gelangen in den acht olympischen Partien 27 Tore, insgesamt hat er in bisher 75 Einsätzen für sein Heimatland 183-mal getroffen.

Petersen ist 1,88 Meter groß, 85 Kilogramm schwer und ein sehr schneller Spieler, seine Stärken liegen mehr in der Offensive als in der Defensive. In Hamburg wird er fast nur im Angriff eingesetzt. Der HSV, so ist aus Hamburg zu hören, hätte gern mit ihm den bestehenden Einjahresvertrag verlängert. Der Handballprofi wollte aber weg, weil er sich von der sportlichen Leitung mehr Rückhalt gewünscht hatte. Offenbar erhofft er sich in Berlin mehr Einsatzzeit und eine wichtigere Rolle, als er sie momentan bei Trainer Martin Schwalb innehat.

Geboren, aufgewachsen und bis 2006 als Handballer aktiv war er in der schwedischen Hafenstadt Ystad. Dort, wo Bestsellerautor Henning Mankell in seinen Büchern den Kommissar Kurt Wallander abscheuliche Morde aufklären lässt. Zwischen 2006 und 2010 stand er bei GOG Svendborg unter Vertrag, danach wechselte er für zwei Spielzeiten zu Bjerringbro-Silkeborg – und dann zum HSV. In der vergangenen Spielzeit traf er mit Silkeborg zweimal in der Champions League auf Berlin: Einmal gelangen ihm fünf Treffer, einmal blieb er ohne Tor.

Auch in der Bundesliga kam es bereits zu einem Aufeinandertreffen zwischen Petersen und seinem Klub in spe. Als die Füchse am 5. Dezember mit 37:27 gegen die Hamburger gewannen, war der Schwede fünfmal erfolgreich. Er trägt die Nummer 24, bei den Füchsen wird er sich allerdings umstellen müssen. Diese Nummer ist an Bartlomiej Jaszka vergeben – und der hat einen Vertrag bis 2017.

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