21.12.12

Handball

Niederlage gegen Hannover - Füchse erreichen Tiefpunkt

Die Berliner haben sich beim Spiel mit dem Feuer die Finger verbrannt. Bob Hanning kündigt nun "neue Reize" für die nächste Saison an.

Von Sebastian Arlt
Foto: dpa

Tiefer Fall: Torge Johannsen vom TSV Hannover-Bugdorf im Zweikampf mit Ivan Nincevic von den Füchsen Berlin
Tiefer Fall: Torge Johannsen vom TSV Hannover-Bugdorf im Zweikampf mit Ivan Nincevic von den Füchsen Berlin

Der Kapitän fand klare und richtige Worte: "Das war schlecht, richtig schlecht", sagte Torsten Laen nach dem 27:28 der Füchse Berlin gegen den TSV Hannover-Burgdorf. Die Niederlage war der vorläufige Endpunkt einer negativen Entwicklung bei den Berliner Handballern. "Es war lange überfällig, dass mal so etwas passiert", sagte Geschäftsführer Bob Hanning. "Zu oft hat die Mannschaft mit dem Feuer gespielt."

Er hatte es kommen sehen, weil sein Team in letzter Zeit einige Male wenig berauschend gespielt hatte, aber dann in der Endphase die Leidenschaft wiederentdeckt und doch noch gewonnen hatte. "Aber darauf kann man sich nicht verlassen", meinte Hanning zu Recht. Gegen Gummersbach war es nach einem Sechs-Tore-Rückstand zuletzt noch einmal gut gegangen, gegen die starken und cleveren Hannoveraner jedoch "wurde der Modus Maximum viel zu spät eingeschaltet".

Volle Konzentration hatte er vorher noch gefordert. "Denn das sind die Spiele, wo man die Punkte liegenlassen kann, die am Ende fehlen." Noch sind die Füchse Vierter. Aber dahinter lauern bereits Hannover, Hamburg und Wetzlar. Mindestens Platz fünf, wieder in Europa dabei zu sein, ist das erklärte Ziel der Berliner. Sie müssen aufpassen, dass sie nicht noch mehr wertvolle Punkte abgeben. Am Sonntag geht es gegen ein vermeintliches Leichtgewicht – die Berliner müssen in Minden antreten. Was sie erwartet, lässt sich am letzten Ergebnis der Mindener ablesen: 35:26 gegen Wetzlar am Mittwoch.

Füchse hoffen auf Christophersens Rückkehr

Natürlich ist nicht wegzudiskutieren, dass die verletzungsbedingten Ausfälle der Nationalspieler Sven-Sören Christophersen und Markus Richwien Gründe für den momentanen Durchhänger sind. Es besteht die leise Hoffnung, dass Christophersen schon am Sonntag oder spätestens zum letzten Spiel vor der WM-Pause gegen Aufsteiger Neuhausen (26.12.) wieder dabei sein kann.

Das Fehlen des Duos haben weder Trainer Dagur Sigurdsson noch Hanning jemals als Entschuldigung oder Ausrede benutzt. Zu auffällig ist für den ausdauernden Warner Hanning Grundsätzliches: "Wenn man Gleiches erreichen will wie zuvor, muss man mehr machen. Das muss von innen heraus kommen. Im Moment greift nicht alles wie vorher." Gerade nach der vergangenen, aufregenden Saison sei "Zurücklehnen auch irgendwie normal". Aber eben im schnelllebigen Geschäft Hochleistungssport nicht machbar.

Im Sommer dieses Jahres setzten die Füchse auf Kontinuität, nur die beiden Rückraumspieler Konstantin Igropulo und Börge Lund kamen, die beide die Erwartungen bisher nicht richtig erfüllt haben. Für die nächste Saison wird es "neue Reize" geben. Sprich: Das Gesicht der Mannschaft wird sich stärker verändern. Im Januar werden entsprechende Gespräche geführt. "Es wird was passieren, aber mit Hirn", sagte Hanning.

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