12.11.12

Handball

Markus Richwien schockiert Füchse mit schwerer Verletzung

Berlins Markus Richwien hat sich beim Spiel gegen Lemgo schwer verletzt. Wie lange er pausieren muss, ist noch völlig unklar.

Foto: dapd

Berlins Markus Richwien liegt verletzt am Boden
Berlins Markus Richwien liegt verletzt am Boden

Er ballte seine Hände zu Fäusten und drückte sie auf seine Augen, um den Schmerz ertragen zu können. Nationalspieler Markus Richwien vom Handball-Bundesligisten Füchse Berlin hat sich beim 21:19-Sieg gegen den TBV Lemgo schwer verletzt, als er nach einem Sprungwurf auf dem Fuß eines Gegenspielers gelandet und umgeknickt war. "Die Bänder im linken Sprunggelenk sind durch", sagte Füchse Manager Bob Hanning zur ersten Diagnose.

Eine weitere Untersuchung soll zeigen, ob auch der Knochen gebrochen und das Syndesmoseband beschädigt ist. Träfe dies zu, droht dem Rechtsaußen eine sechsmonatige Zwangspause. "Wir hoffen, dass wir noch Glück im Unglück haben", meinte Hanning. Definitiv ausfallen wird der 27-jährige Richwien am Donnerstag in der Champions League (19.30 Uhr) in eigener Halle gegen RK Zagreb.

Johannes Sellin als Richwiens Ersatz

Gegen Lemgo zeigte Richwiens Ersatz Johannes Sellin, dass er in der Lage ist, die Lücke auszufüllen. In der Schlussphase sorgte er mit seinen Toren für den Sieg. Diesen verfolgte Hanning von der Tribüne. Der Grund: Beim Spiel der zweiten Mannschaft hatte Hanning am Freitag wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte gesehen – er darf nun zwei Wochen nicht den Innenraum betreten. Das zählt auch für die Bundesliga – nicht aber für die Champions League. "Ich sagte: Leck mich am Arsch. Der Schiri dachte, er wäre gemeint. War nicht so, aber er ließ nicht mit sich diskutieren", erläuterte Hanning.

Vom ungewohnten Platz aus sah Hanning ein Füchse-Team, das sich vor allem in der Offensive sehr schwertat. "Um es mal ganz vorsichtig zu sagen: In der Offensive haben wir noch Steigerungspotenzial", meinte Hanning und ließ richtig Dampf ab.

Das Achtelfinale der Champions League in greifbarer Nähe

Eine Krise, die einige Medien den Füchsen nach zuletzt zwei Pleiten andichten wollten, sieht er aber nicht: "Wir spielen zwar nicht immer gut, aber erfolgreich."

Hanning lenkte seinen Blick auf die Ergebnisse: Platz drei in der Bundesliga, das Achtelfinale der Champions League in greifbarer Nähe. "Wenn das eine Krise ist, nehme ich die gern mit diesen Resultaten jede Woche in Kauf", erklärte der Handball-Macher.

Quelle: dpa/nbo
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