Handball
Füchse-Vertriebspartner pleite – keine Trikots für die Fans
Die Firma Exzess schuldet den Berlinern noch einen sechsstelligen Betrag. Doch nicht nur deshalb ist Füchse-Manager Bob Hanning sauer.
Seit dreieinhalb Wochen schuften die Spieler der Füchse Berlin für die neue Saison. Ausdauer, Technik, Ballschulung. Trainer Dagur Sigurdsson bringt die Handball-Profis des Bundesligisten mächtig zum Schwitzen. Und alles läuft soweit nach Plan. Fast alles.
Denn nun wurde bekannt, dass der Vertriebspartner der Füchse, die Firma Exzess Berlin, pleite ist. "Ja, es stimmt", bestätigte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning bei den Olympischen Spielen gegenüber Morgenpost Online.
Schulden in sechsstelliger Höhe
Der Merchandiser soll den Füchsen sogar einen Betrag in sechsstelliger Höhe schulden. "Das sind Gelder, die uns zustehen", sagt Hanning. Der Manager ist richtig sauer, denn Exzess, seit September 2009 Partner des Hauptstadtklubs, hatte die Pleite den Füchsen gegenüber nicht angekündigt oder wenigstens einen Hinweis in diese Richtung gegeben.
"Wir sind sehr verstimmt", gesteht Hanning und kündigt juristische Schritte an.
Keine Trikots für die Fans
Die Insolvenz des Vertriebspartners hat Folgen. Am 26.8. starten die Füchse mit dem Heimspiel gegen GWD Minden in die neue Bundesligasaison – und zum Liga-Start wird es keine Trikots für die Fans geben. "Das ist natürlich dramatisch", sagt Hanning, "und das tut mir auch sehr leid für unsere Anhänger." Das Team um Coach Sigurdsson spielt derzeit bei Turnier in Dessau.
Acht Mannschaften starten beim Champions Cup. Aus der Bundesliga neben den Berlinern noch der TBV Lemgo. Mit Pick Szeged (Ungarn) und Chekhovski Medvedi (Russland) sogar zwei Champions-League-Teilnehmer.















