Handball
Füchse Berlin denken auch an den Umweltschutz
Der Handball-Bundesligist hat die Klimabilanz der Schmeling-Halle auf den Prüfstand gestellt. Dabei ging es auch um die Currywurst.
Der Gedankenansatz klingt im Zusammenhang mit einem Bundesliga-Handballspiel schon komisch. Er macht aber durchaus Sinn. Was also bedeutet es für die Umwelt, wenn ein Fan der Füchse Berlin am Sonntag in der Halbzeitpause der Partie gegen den TV Großwallstadt (18.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle eine Currywurst ist?
Dahinter steckt bei Berliner Bundesligisten und seinem Partner TÜV Rheinland die Überlegung, den Anteil am umweltschädlichen Gas CO2 so gering wie möglich zu halten. Von der Anreise der Zuschauer über die Klimatisierung der Halle, die notwendigen Schritte bei der Produktion und Anbietung von Speisen und Getränken sowie der Entsorgung des anfallenden Abfalls – alles kam auf den Prüfstand. Also auch die Currywurst.
Am Ende, so TÜV-Marketing-Chef Hartmut Müller-Gerbes, "hatten wir bei einer angenommenen Zuschauerzahl zwischen sieben- und achttausend eine CO2-Belastung von 43 Tonnen errechnet." Gut 80 Prozent davon gehen zu Lasten der An- und Abfahrt der Zuschauer.
Das gemeinsame Ziel, die Liga-Partie so umweltneutral wie möglich über die Bühne zu bringen, wird auf zwei Wegen erreicht. Füchse-Manager Bob Hanning: "Wir appellieren an alle Besucher, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen." Doch für den 44-Jährigen enorm wichtig ist die Chance einer zunächst einmaligen Kooperation mit einem Wasserkraftwerk in der osttürkischen Stadt Plazig. "Es ist ein erster Schritt, eine Premiere, aber ich bin stolz darauf, dass wir ihn tun." Mit einem Gesamtaufwand von rund 5000 Euro unterstützen die Füchse und der TÜV Rheinland die dortige Stromgewinnung aus regenerativer Energie. 5000 Euro also, mit denen die Türken zusätzlich finanziellen Spielraum bekommen, umweltfreundlich zu produzieren, und so helfen, über den Tellerrand hinausgeblickt, die Berliner CO2-Belastung zu kompensieren.














