25.03.2012, 20:36

Champions League Füchse feiern in Hamburg ihren größten Erfolg

HSV Hamburg v Fuechse Berlin - EHF Champions League

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Das Füchse-Wunder ist wahr geworden. Die Berliner gewannen das Rückspiel beim deutschen Meister HSV mit 24:23 und sind damit im Viertelfinale.

Füchse-Party in Hamburg: Die Füchse Berlin haben in einem hochklassigen Handball-Krimi mit 24:23 (10:11) beim deutschen Meister HSV Hamburg gewonnen und stehen damit erstmals in ihrer Vereinsgeschichte im Viertelfinale der Champions League. Mann des Abends im Achtelfinal-Rückspiel war der Berliner Nationaltorhüter Silvio Heinevetter mit 20 Paraden. Bereits das Hinspiel hatten die Berliner mit 32:30 für sich entschieden.

"Ich bin total stolz. Aber ich bin auch total fertig vom Spiel und auch vom Jubeln. Wir sind nicht nur weitergekommen, sondern haben auch in Hamburg gewonnen. Das ist eine ganz, ganz große Sache", sagte Heinevetter stolz.

Beste Torschützen bei den Füchsen waren Sven-Sören Christophersen, Markus Riechwien und Evgeni Pevnov mit je 4 Treffern. Bei den Hamburgern traf Rechtsaußen Hans Lindberg (5) am häufigsten.

Damit folgten die Füchse dem THW Kiel ins Viertelfinale der europäischen Königsklasse. Der deutsche Rekordmeister THW Kiel hatte sich bereits vor einer Woche gegen den polnischen Champion Wisla Plock qualifiziert.

9200 Zuschauer in der nicht ausverkauften Arena im Volkspark sahen ein äußerst kampfbetontes Spiel. Die Abwehrreihen beherrschten zunächst das Geschehen. Vor allem die Torhüter beider Mannschaften vereitelten Großchancen in Serie. HSV-Torhüter Dan Beutler brachte es im ersten Durchgang auf sieben Paraden. Überragender Mann war allerdings sein Gegenüber Heinevetter. Der Nationaltorwart im Tor der Füchse hielt sein Team zunächst fast im Alleingang im Spiel und brachte es bis zur Halbzeit auf den Spitzenwert von elf gehaltenen Bällen.

Die Ausgeglichenheit beider Teams sorgte dafür, dass sich zunächst keiner der Kontrahenten entscheidend absetzen konnte. Nachdem der dänische Europameister Hans Lindberg das 3:1 (8.) für den HSV erzielte, kamen die Füchse besser ins Spiel und gingen kurz vor der Halbzeit ihrerseits erstmals mit zwei Toren in Führung (28.).

Die Hamburger erwischten den besseren Start in die zweite Hälfte. Ex-Nationalspieler Pascal Hens erzielte nach 34 Minuten mit seinem zweiten Tor die erste Drei-Tore-Führung (34.) für die Hausherren. Die Berliner brauchten hingegen bis zur 36. Minute, um durch Sven-Sören Christophersen, der mit acht Toren auch im Hinspiel bester Schütze war, ihren ersten Treffer im zweiten Abschnitt zu erzielen (11:14).

Doch die Gäste steckten nie auf, ließen sich selbst durch den zwischenzeitlichen 12:17-Rückstand (40.) nicht aus dem Konzept bringen und glichen nach 46 Minuten erstmals wieder aus (17:17). Nach ihrer ersten Führung (19:18) kurze Zeit später gaben sie den Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

Auch in den weiteren europäischen Wettbewerben demonstrierten die Klubs aus der Bundesliga ihre Vormachtstellung. Im EHF-Cup schaffte ein deutsches Trio den Einzug ins Halbfinale, im Pokalsieger-Wettbewerb zogen Gummersbach und Flensburg in die Runde der letzten Vier ein. Die Nordlichter konnten sich eine 27:32 (15:16)-Niederlage gegen HC Motor-Saporoschje erlauben, weil sie sich bereits im Hinspiel in der Ukraine beim 39:30 ein beruhigendes Polster herausgeworfen hatten.

Ähnlich erging es Titelverteidiger VfL Gummersbach. Der ehemalige deutsche Meister verlor zwar das Rückspiel beim Schweizer Vertreter BSV Bern Muri mit 25:27 (17:13), zog aber wegen des 32:23 aus dem Hinspiel in die Runde der letzte Vier ein.

Bereits am Samstag hatten der SC Magdeburg, die Rhein-Neckar Löwen und Frisch Auf Göppingen das Halbfinale im EHF-Cup erreicht. Magdeburg besiegte im Viertelfinal-Rückspiel den slowakischen Vertreter Tatran Presov mit 26:22 (15:10). Das Hinspiel war 29:29 ausgegangen. Die Rhein Neckar Löwen gewannen gegen Gorenje Velenje aus Slowenien 30:29 (14:15), nachdem sie den slowenischen Vizemeister bereits das Hinspiel mit 27:25 für sich entschieden hatten. Titelverteidiger Göppingen drehte den Vergleich gegen Dinamo Minsk. Nach einer 23:27-Pleite im Hinspiel siegte Frisch Auf gegen den weißrussichen Meister mit 34:27 (18:13) im Rückspiel.

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