21.02.2013, 19:25

Formel-1-Testfahrten Nur Alonso fährt schneller als Hülkenberg


Fernando Alonso trägt die Titel-Hoffnungen bei Ferrari

Foto: Paul Gilham / Getty Images

Fernando Alonso trägt die Titel-Hoffnungen bei Ferrari Foto: Paul Gilham / Getty Images

Am vorletzten Tag der Testfahrten in Barcelona gelang Ferrari-Star Fernando Alonso die Bestzeit. Bester Deutscher war überraschend Nico Hülkenberg. Ein Landsmann feierte sein Comeback nach 452 Tagen.

Fernando Alonso an der Spitze, Nico Hülkenberg knapp dahinter, und Adrian Sutil mit einem ordentlichen Comeback: In Abwesenheit von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat Dauer-Konkurrent Alonso am dritten Testtag in Barcelona die Tagesbestzeit gesetzt. Der Spanier lag im Ferrari in 1:21,875 Minuten deutlich vor dem leicht erkälteten Sauber-Piloten Hülkenberg (Emmerich/1:22,160).

Während Nico Rosberg (Wiesbaden) im Mercedes in 1:22,611 Minuten, gefahren allerdings auf den langsameren Medium-Reifen, als Vierter noch hinter dem französischen Lotus-Fahrer Romain Grosjean (1:22,188) landete, belegte Adrian Sutil (Gräfelfing) bei seinem Comeback in der Königsklasse nach 452 Tagen im Force India den achten Platz (1:22,877).

Für Sutil war es der einzige Testtag bei seinem alten Team. Möglicherweise fällt Anfang nächster Woche eine Entscheidung, wer das zweite Cockpit beim indischen Team neben dem Schotten Paul di Resta erhält. Sutils schärfster Konkurrent, der Franzose Jules Bianchi, sitzt am Freitag im Auto.

"Ich bleibe optimistisch. Ich glaube einfach daran, dass es doch noch klappt", hatte Sutil gesagt, bevor er in den neuen VJM06 stieg. Doch auch Sutil weiß: "Am Ende macht es vielleicht gar keinen großen Unterschied, wie der Test hier läuft. Da gibt es noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen."

Sutil schneller als Webber

Bob Fernley, der stellvertretende Teamchef von Force India, deutete an, dass bald eine Entscheidung fallen wird: "Wir werden übers Wochenende alle Daten sammeln und sie den Teambesitzern vorlegen. Dann ist es ihre Entscheidung. Garantieren kann ich nur eins: In Australien haben wir zwei Mann in den Autos."

Mark Webber, der Vettel für die zweite Hälfte der Tests im Red Bull abgelöst hatte, landete sogar noch hinter Sutil in 1:23,024 Minuten auf Platz neun. Bei schlechteren Bedingungen als an den Vortagen spulten die Teams am Nachmittag vor allem viele Runden ab, Grosjean fuhr eine komplette Rennsimulationen über die Grand-Prix-Distanz von 66 Runden.

Williams mit Bestmarke

Die meisten Kilometer spulte Williams ab, allerdings teilten sich Pastor Maldonado (Venezuela) und Valtteri Bottas (Finnland) die 147 Runden. Grosjean kam auf 119 Umrundungen der 4,655 km langen Strecke, Webber und Rosberg folgten mit jeweils 108.

In der katalanischen Metropole endet am Freitag die zweite von insgesamt drei Testphasen. Die Teams kehren dann am 28. Februar noch einmal für vier Tage auf den Circuit de Catalunya zurück. Die Saison startet mit dem Rennen in Melbourne am 17. März.

(sid/sip)
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