21.01.13

Mercedes-Neuzugang

Hamilton träumt von der "ultimativen Befriedigung"

Mercedes hat seinen prominenten Formel-1-Zugang Lewis Hamilton vorgestellt. Der Nachfolger von Michael Schumacher hofft auf Großes. Auch wenn er den neuen Motorsportchef noch nicht kennt.

Foto: dpa
Lewis Hamilton
Große Ziele bei Mercedes: Neuzugang Lewis Hamilton

Mercedes muss auf dem Weg zu einem Siegerteam in der Formel 1 nach Ansicht von Neuzugang Lewis Hamilton Geduld aufbringen. "Es wird nicht unmöglich sein, aber von Beginn an wird es wohl nicht klappen", sagte der 28-jährige Brite am Montag in Stuttgart zu den Siegchancen des Rennstalls.

Am Anfang sei das Ziel, Rennen zu beenden. Der nächste Schritt sei das Erreichen des Podiums, dann stünden Grand-Prix-Erfolge an der Reihe. "Man muss vorsichtig sein", vermied der Nachfolger von Michael Schumacher bei den zuletzt schwachen Silberpfeilen jede Kampfansage.

"Ich bin der Neuling"

Auf die Frage, ob er schon der Anführer des Rennstalls sei, sagte Hamilton: "Noch nicht, ich bin der Neuling. Ich will meinen Teil zum Erfolg des Teams beitragen." Der zweite Fahrer bei den Schwaben ist Nico Rosberg. Dieser hatte 2012 in China den ersten Grand Prix für Mercedes seit der Silberpfeil-Rückkehr vor drei Jahren geholt.

Hamilton freut sich auf die Herausforderung. "Das ist ein neues, erstes Kapitel für mich", sagte der Brite, der sich trotz des Schattens von Vorgänger Schumacher nicht kleinlaut gibt: "Ich denke, ich kann es packen."

Mercedes will seinen neuen Silberpfeil zu den ersten Tests der neuen Saison im spanischen Jerez am 4. Februar vorstellen.

Toto Wolff neuer Teamchef

Am Montagmorgen hatten die Verantwortlichen die Verpflichtung des Österreichers Toto Wolff als neuem Teamchef bekannt gegeben. Zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Niki Lauda und Ross Brawn soll Wolff als Nachfolger des nach 22 Jahren ausgeschiedenen Norbert Haug die Geschicke des Traditions-Teams lenken.

"Ich kenne Toto nicht, habe aber viele gute Dinge über ihn gehört. Er ist wie ich sehr hungrig auf Erfolg", sagte Hamilton, der bei Mercedes den glücklosen Rekordweltmeister Michael Schumacher ablöst.

Der Brite wird zusammen mit seinem Freund Nico Rosberg 2013 auf die Jagd nach Punkten und Siegen gehen. Vor seinem Auftritt in Stuttgart hatte Hamilton bereits die Werke in Brackley und Brixworth besucht, wo der neue Silberpfeil produziert wird.

"Ein Privileg, bei Mercedes zu sein"

"Es ist ein Privileg, Teil des großen Ganzen bei Mercedes zu sein. Sie bauen die besten Autos der Welt", meinte Hamilton, der davon sprach "ein neues Kapitel in meiner Karriere aufzuschlagen".

Hamilton träumt davon, ähnlich wie Schumacher vor mehr als einem Jahrzehnt bei Ferrari ein Team mitaufzubauen, das um Siege und WM-Titel mitfahren kann: "Das wäre die ultimative Befriedigung."

Bei seinem Wechsel von McLaren zu Mercedes war Hamilton klar, "dass ich zu einem Team komme, das nicht vorne mitfährt. Es wird nicht von uns erwartet, aber umso größer wäre die Überraschung, wenn es uns doch gelingt", sagte Hamilton.

Lücke schließen

Für den 28-Jährigen ist die größte Herausforderung für die kommende Saison, "die Lücke zu schließen, die wir zu den Spitzenteams haben". 2014, wenn die neuen Turbo-Motoren Einzug in die Formel 1 halten, soll für ihn und Mercedes "the real year" werden – das große Jahr.

Bis dahin will Hamilton vor allem aber viel lernen. Ein Lenkrad seines neues Boliden hat er bereits zu Hause, um sich damit vertraut zu machen.

Auch Sprachunterricht steht auf dem Stundenplan. "Es wäre doch cool, mit Dr. Zetsche auf Deutsch zu sprechen", sagte Hamilton, der Daimler-Chef Dieter Zetsche gerne "Doktor Z" und einen Freund nennt.

Quelle: dpa/SID/fp
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Er ist der Aufsteiger der Saison: Nico Hülkenberg. Nach einem Jahr Zwangspause hatte der Deutsche zwar Anpassungsschwierigkeiten in der Formel 1, im zweiten Halbjahr aber dominierte er Force-India-Teamkollege Paul di Resta nach Belieben. 2013 fährt er für das Team Sauber.

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