03.12.12

di Montezemolo

Wegen Vettel – Ferrari-Boss attackiert Schumacher

Ferrari hat den verpassten Formel-1-WM-Titel von Fernando Alonso immer noch nicht verdaut. Die neusten Angriffe richten sich gegen Michael Schumacher, auch Bernie Ecclestone wird beleidigt.

Foto: pa/HOCH ZWEI
Motorsports / Formula 1: World Championship 2010, GP of Italy
Michael Schumacher (l.) bekommt von seinem einstigen Boss Luca di Montezemolo harte Vorwürfe zu hören

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat sich über mangelnde Schützenhilfe von Michael Schumacher im Saisonfinale der Formel 1 beklagt. Es sei "eine gewisse Enttäuschung", dass der Rekordweltmeister am Ende des entscheidenden Rennens Sebastian Vettel kampflos vorbeiziehen ließ, sagte Montezemolo der "Gazzetta dello Sport".

Vettel wurde durch das Manöver in Brasilien Sechster und mit drei Punkten Vorsprung auf Ferrari-Pilot Fernando Alonso Weltmeister. "Ich hätte mir von Michael Schumacher ein anderes letztes Rennen erwartet", sagte Montezemolo. Schumacher hatte einst fünf seiner sieben Titel im Ferrari gewonnen. "Es handelt sich ja um einen Piloten, der Ferrari außergewöhnliche Momente geschenkt hat und dem wir sehr verbunden sind", begründete di Montezemolo seine Kritik.

Ecclestone kritisiert Ferrari

Schumacher hatte Vettel zwar nicht Platz gemacht, ihn beim Überholmanöver aber auch nicht behindert. Später gratulierte er seinem Landsmann zu dessen dritten Titel in Serie. "Es war sicher ein nervenaufreibendes Rennen für ihn, und er hat damit die Saison bravourös zu Ende gebracht", sagte Schumacher über Vettel: "Ich kenne ihn schon so lange und mag den Kerl gerne; es freut mich sehr für ihn. Für mich hat der Richtige die Fahrer-WM geholt."

Montezmolos Attacke hingegen reiht sich in das Bild des schlechten Verlierers ein, das Ferrari seit dem Saisonfinale in Sao Paulo abgibt. Der italienische Rennstall hatte öffentlich einen Protest gegen die Rennwertung in Betracht gezogen, weil Vettel angeblich unerlaubt überholt hatte.

Beleidigungen gegen Ecclestone

Zwar stellte Ferrari seine Bemühungen in diesem Fall ein, musste aber dennoch mit Kritik leben. "So etwas passt einfach nicht zu Ferrari", sagte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Di Montezemolo ätzte gegen den 82-Jährigen umgehend zurück.

"Mein Vater hat mich immer gelehrt, Respekt vor sehr alten Menschen zu haben", sagte er: "Vor allem, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Worte zu kontrollieren." Und: "Ein gewisses Alter ist inkompatibel mit der Übernahme von gewissen Aufgaben und Verantwortlichkeiten."

Alonso verteidigt sich

Auch Alonso hat die Wut über die erneute Niederlage gegen Vettel anscheinend noch nicht überwunden. Wie die Teamführung verteidigte der Spanier beim Ferrari-Saisonausklang in Valencia abermals die Protesterwägungen des Rennstalls.

Es sei richtig gewesen, dass Ferrari sich beim Weltverband für eine Klärung des Manövers von Vettel gegen den Franzosen Jean-Eric Vergne eingesetzt habe. "Ehrlich gesagt, interessiert es mich nicht sehr viel, welche Meinung man in Deutschland oder anderswo über mich hat", fügte Alonso hinzu

Quelle: dpa/SUF
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