30.11.12

Manöver gegen Vettel

Ecclestone sauer auf Ferrari – "Eine Schande"

Das Hickhack um den dritten WM-Titel von Vettel ärgert Ecclestone. "Es war ein super Rennen, eine super Weltmeisterschaft. Jetzt sprechen alle nur noch über dieses Thema", sagt der Formel-1-Boss.

Wer ist jüngster Formel-1-Weltmeister aller Zeiten?
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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist nach dem Hickhack um den dritten WM-Titel von Sebastian Vettel sauer auf Ferrari. Der Aufruhr wegen des umstrittenen Überholmanövers des Red-Bull-Piloten im letzten Rennen des Jahres in Sao Paulo überschatte die Saison.

"Es ist eine Schande", sagte der 82 Jahre alte Brite dem Telegraph, "es war ein super Rennen, eine super Weltmeisterschaft. Jetzt sprechen alle nur noch über dieses Thema."

Ecclestone kündigte zudem an, mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo über das Thema sprechen zu wollen. Es sei einfach ein Witz, dass Ferrari Vettel unterstellt habe, dieser habe in Brasilien unter gelber Flagge und damit illegal überholt.

Fia spricht Vettel frei

Am Donnerstag war der Heppenheimer vom Automobil-Weltverband Fia von diesem Vorwurf freigesprochen worden. "Vettel hat nichts falsch gemacht. Eine weitere Untersuchung oder Proteste wird es nicht geben", hieß es.

Eine Missachtung der gelben Flagge wird im Normalfall mit einer 20-Sekunden-Strafe geahndet. Hätte Vettel diese nach Rennende erhalten, wäre er im Klassement von Sao Paulo auf den achten Rang zurückgefallen. Dies hätte zur Folge gehabt, dass sein spanischer Ferrari-Rivale Fernando Alonso im Gesamtklassement vorbeigezogen und damit Weltmeister geworden wäre.

Manche vermuten daher auch, dass Alonsos hinter dem Aufbegehren der Scuderia steckt. "Ich brauche keine Wunder, ich mache meine Wunder mit richtigen Gesetzen", hatte der 31-Jährige jüngst getwittert und damit die Spekulationen erst in Fahrt gebracht. Bis diesen Freitag hat Ferrari noch Zeit für einen Protest, mit dem die Resultate von Sao Paulo angefochten werden könnten.

"Glückwunsch dem Champion"

Sollte es zu dem Einspruch kommen, müsste das Berufungsgericht der Fia entscheiden. "Flaggen-Krimi um Vettel. Steht der WM-Titel zur Diskussion?", schrieb bereits die italienische "La Gazzetta dello Sport".

Die Aussichten auf einen Erfolg von Ferrari erscheinen allerdings gering. "Die Rennleitung war in jeder Phase während des Rennens über alles informiert. Sie haben klare Entscheidungen getroffen. Es gab auch keinen Protest nach dem Rennen in der dafür vorgeschriebenen Zeit", erklärte Ecclestone.

Auch Alonso meldete sich am Donnerstag wieder zu Wort. Er twitterte ungerührt ein Bild von einem Kuchen mit der Aufschrift: "Glückwunsch dem Champion."

Quelle: dpa, sid/fb
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