29.11.12

Formel 1

Alonso könnte Vettel doch noch schlagen

Weltmeister Sebastian Vettel soll im Finale regelwidrig überholt haben. Bei einem Protest Ferraris könnte Alonso Weltmeister werden.

Foto: dpa

Sebastian Vettel ist dreifacher Weltmeister – wenn Ferrari keinen Einspruch einlegt
Sebastian Vettel ist dreifacher Weltmeister – wenn Ferrari keinen Einspruch einlegt

Eine Twitter-Nachricht von Fernando Alonso und Videomaterial von einem Überholmanöver von Sebastian Vettel haben in Spanien offenbar die Hoffnung auf einen Protest gegen die Wertung des Formel-1-Finales in Brasilien genährt. Medien aus dem Land des geschlagenen Ferrari-Piloten Alonso berichteten, Ferrari und Alonso würden einen Einspruch gegen die Ergebnisse beim Großen Preis von Brasilien erwägen. In der italienischen Zeitung "Corriere dello Sport" stellte Ferrari-Sprecher Luca Colajanni aber klar, dass es eine derartige Absicht nicht gebe.

Das jedoch klang am Donnerstag schon wieder anders. Laut britischen und italienischen Medien prüft Ferrari doch noch das Video-Material. Laut einem Bericht der BBC könnte der Internationale Automobilverband FIA sogar schon ohne Protest Ermittlungen aufnehmen, wenn neues Beweismaterial vorliegt. Der Sender berief sich dabei auf einen Passus im Regelwerk. FIA-Vizepräsident Carlos Garica wurde dagegen bereits am Vortag zitiert: "Ferrari darf nicht auf diese Weise die Weltmeisterschaft gewinnen."

Erst mit einigem Verzug waren nach dem Rennen am Sonntag in Brasilien Aufnahmen aufgetaucht, denen zufolge Vettel offensichtlich in einer Gelb-Phase den Toro-Rosso-Piloten Jean-Eric-Vergne überholt hat. Alonso stichelte via Twitter: "Ich brauche keine Wunder, ich mache meine Wunder mit richtigen Gesetzen." Die spanische Sportzeitung "Marca" stellte auf ihrer Internetseite den Lesern die Frage, ob Ferrari Protest einlegen solle. Bis Mittwochnachmittag stimmten mehr als 90 Prozent dafür.

Werden Verstöße gegen die Gelben Flaggen während eines Rennens geahndet, bekommen die Verursacher eine Durchfahrtsstrafe. Nachträglich – bislang aber immer noch am Renntag – werden für gewöhnlich 20-Sekunden-Strafen verhängt. Dann wäre Vettel achter – und Alonso Weltmeister. Bis Freitag habe Ferrari für einen Einspruch Zeit, hieß es in spanischen Medien.

Vettel war am Sonntag nach einem Unfall in der ersten Runde ans Ende des Feldes gerutscht. Der Heppenheimer war anschließend bis auf den sechsten Rang vorgefahren. Das reichte ihm, um im Red Bull zum dritten Mal nacheinander Weltmeister zu werden und Alonso mit drei Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz zu verweisen.

Wirbel auch um Vettels Vertrag

Auch Meldungen über eine angebliche Vertragsverlängerung des jüngsten Dreifach-Champions der Geschichte wurden bei Red Bull von höchster Stelle zurückgewiesen. "Ich weiß nicht, wo diese Gerüchte herkommen. Das ist völliger Unsinn", sagte ein aufgebrachter Helmut Marko, Red Bulls Motorsportberater, dem SID: "Sebastian hat bei uns einen kugelsicheren Vertrag bis 2014. Das ist der Stand." Auch Vettels persönliche Sprecherin Britta Roeske wollte die Berichte nicht bestätigen und verwies auf den laufenden Vertrag bis 2014.

Zuvor hatte die österreichische Internetseite oe24.at gemeldet, der bisherige Kontrakt des 25 Jahre alten Heppenheimers sei vorzeitig bis 2016 verlängert worden. Zudem sollen Vettels Bezüge von bisher rund elf Millionen Euro jährlich (plus Werbeeinnahmen) deutlich angehoben worden sein. Demnach würde der Beatles-Fan zum neuen Top-Verdiener in der Königsklasse aufsteigen. Bisher kassierte Vettels Ferrari-Rivale Fernando Alonso am meisten: Rund 28 Millionen Euro. Auch die Verträge von Teamchef Christian Horner und Chef-Konstrukteur Adrian Newey sollen laut oe24.at verlängert worden sein.

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