Eishockey
Eisbären Ustorf und Pederson fehlen bei Play-off
Die Zahl der Ausfälle beim Berliner Eishockey-Klub schrumpft langsam. Die beiden wichtigen Stürmer Denis Pederson und Stefan Ustorf werden aber bis zum Saisonende wohl nicht mehr aufs Eis zurückkehren.
Der Anblick macht Don Jackson richtig glücklich. Es ist ganz schön voll auf dem Eis beim EHC Eisbären. Das hat er Trainer des Titelverteidigers der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) schon länger nicht mehr erlebt. Dauernd fehlten ihm Spieler wegen Verletzungen. Aber die Hoffung war, dass nach der Länderspielpause wieder eine entspanntere Situation herrscht. Das tut es nun auch, die Berliner können für die letzten zehn Partien der Hauptrunde mit mehr Personal planen.
Zwar wird am Dienstag in Düsseldorf (19.30 Uhr, Eurosport live) noch nicht jeder, der im Training auf dem Eis war, wieder auflaufen. Aber im Vergleich zum letzten Spiel vor der Pause schrumpft die Zahl der Ausfälle von acht auf fünf Spieler. Am Wochenende sollen es dann nur noch drei Profis sein, die nicht mitmachen können.
Diese drei allerdings werden in dieser Saison wohl gar nicht mehr zu sehen sein. "Stefan kann immer noch nichts machen. Ich glaube nicht, dass er es noch schafft", sagt Manager Peter John Lee über Kapitän Stefan Ustorf, der seit neun Wochen mit einer Gehirnerschütterung fehlt. Selbst wenn er sofort wieder mit dem Training beginnen könnte, bräuchte er eine Weile, um in Form zu kommen. Da körperliche Betätigung aber gar nicht möglich ist, erscheint das Saisonende besiegelt.
Ähnlich sieht es bei Denis Pederson aus, der nach seiner schweren Knieverletzung vor gut einem Jahr lediglich für drei Spiele zurückgekehrt war. "Bei ihm wird über einen Eingriff am Meniskus nachgedacht", erzählt Lee. An eine realistische Chance auf ein Comeback glaubt der Manager derzeit nicht. Für Dominic Bielke (Kreuzbandriss) war die Saison ohnehin schon länger vorbei.
Die Erfahrung von Ustorf und Pederson hätte Jackson im Play-off gut gebrauchen können. Aber sein Team ist auch ohne die beiden Stürmer stark besetzt. Jackson will die Truppe nun in den Play-off-Modus bringen. "Das Wichtigste ist, dass wir jetzt als Team zusammenfinden. Wir müssen topfit werden, auch im Kopf", so der US-Amerikaner. Über die Platzierung am Ende solle niemand nachdenken.
Am liebsten würden die Spieler allerdings schon auf Rang eins der Tabelle bleiben. "Wir waren ja die ganze Zeit da", sagt Verteidiger Jens Baxmann, der seine Gehirnerschütterung überstanden hat. Für ihn geht es jetzt darum, "an der Abstimmung zu arbeiten, an den Kleinigkeiten". Und zwar in einer Formation, die ausnahmsweise nicht die Not diktiert, sondern die der Trainer selbst bestimmt. "Wegen der Ausfälle konnten wir ja nie wirklich so in den Reihen spielen, wie wir das wollten", erzählt Baxmann. In den vergangenen Wochen musste jeder mal mit jedem ran.
Für das Verständnis innerhalb der Mannschaft sollte das allerdings nur gut sein, überraschen kann die Eisbären in dieser Hinsicht jedenfalls nichts mehr. Etwas mehr Glück mit der Gesundheit seiner Spieler wünscht sich Don Jackson trotzdem für den Rest der Saison.
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