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29.01.12

Eishockey

Eisbären wappnen sich für aufmüpfige Bayern

Sie sollten gewarnt sein: Nach der Auswärtsniederlage in Iserlohn steht den Berliner Eisbären die nächste schwere Partie in der Fremde bevor. Gegner sind die Straubing Tigers - und die spielen gerade eine außergewöhnlich starke Saison.

© Bongarts/Getty Images/Getty
Eisbaeren Berlin v EHC Muenchen - DEL
Von den Straubing Tigers dürfen sich die Berliner Eisbären nicht in die Knie zwingen lassen

Ausgerechnet jetzt ist er nicht da, wo es schwer wird. Peter John Lee flog nach dem 0:4 bei den Iserlohn Roosters nach Los Angeles zu einem Treffen der Anschutz-Gruppe, dem Eigentümer des EHC Eisbären. Dabei liefert der Manager mit seinen aktuellen Videoaufzeichnungen in den Pausen immer gute Ansätze für Verbesserungen. "Ich werde das vermissen", sagt Trainer Don Jackson vor dem Spiel des Tabellenführers der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bei den Straubing Tigers am Sonntag (14.30 Uhr).

Geht es nach den Trainern der Liga, verbietet es sich eigentlich, von Überraschungen und dergleichen zu reden. Es sei ohnehin alles sehr ausgeglichen, heißt es immer. Doch Straubing ist trotzdem noch so eine klassische Überraschung in dieser Saison. Der Klub aus dem kleinsten Standort der DEL (44.500 Einwohner), dieser im sechsten Jahr zugehörig, liegt aktuell auf Rang fünf, einem sicheren Play-off-Platz. Dort waren die Niederbayern bislang noch nie am Saisonende. Überhaupt hat der Klub als beste Platzierung bislang lediglich den zwölften Rang in der Bilanz stehen, und das auch nur einmal.

Aber nun schicken sich die kleinen Bayern plötzlich an, bei den Großen mitzumischen. Wie das geht? "Sie haben einen guten Torhüter, spielen hart, einfach und mit viel Zug zum Tor", sagt Jackson. Damit bewegen sie sich sogar in Reichweite von Platz vier, der im Play-off zunächst Heimrecht bedeuten würde. In Straubing selbst will davon derzeit aber niemand etwas wissen. Weil sie schon erlebt haben, wie schnell sich alles ändern kann. Der Kader ist relativ klein, eine Verletzungsmisere wie die der Eisbären würde die Tigers völlig aus der Bahn werfen. In der vergangenen Saison war das so. Diesmal blieb der Klub weitgehend verschont von Ausfällen. Wer weiß, wo das noch hinführt.

Quelle: ste
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