Abonnenten-Login Serviceangebote der Berliner Morgenpost Specials der Berliner Morgenpost
15.01.12

DEL-Spitzenspiel

Eisbären fehlen sieben Verletzte in Mannheim

Tyson Mulock ist der nächste Berliner Eisbär mit Kopfproblem. Er erhielt in Nürnberg einen harten Check und leidet unter den Anzeichen einer Gehirnerschütterung. Er ist schon der vierte Spieler innerhalb weniger Wochen mit dieser Verletzung. Und es fehlen gegen Mannheim noch drei.

© picture alliance / dpa
Tyson Mulock
Tabellenführer Eisbären Berlin muss im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga bei den Adler Mannheim auf sieben Spieler verzichten. Bei der 2:6-Niederlage in Nürnberg verletzte sich auch noch Tyson Mulock

Was soll's? Manchmal dürfen Spielergebnisse nicht zu hoch bewertet werden. Da geht es einfach nur um den Spaß an der Sache, darum, dabei zu sein. Und gut 1000 Fans sind eben nicht bei jedem Auswärtsspiel des EHC Eisbären in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zugegen. Deshalb feierten die Anhänger des Meisters unverdrossen, auch eine halbe Stunde nach Spielschluss war die Berliner Kurve in Nürnberg noch fast voll. Das 2:6 vorher? Egal. Sven Felskis vermiestes 900. DEL-Spiel? Egal. So viel gute Laue honorierte auch die Mannschaft, obwohl die nur wenig Spaß am Resultat verspürte. Der Bus fuhr erst verspätet ab, weil Spieler und Trainer noch einmal in die Kurve gingen und sich bei den Fans bedankten.

Danach trennten sich die Wege, die meisten Fans machten sich wieder auf nach Berlin, die Mannschaft fuhr erst ins Hotel, dann nach Mannheim. Bis auf einen, Tyson Mulock kehrte am Sonnabend nach Hause zurück. Er kann sich das Spitzenspiel des Tabellenführers beim Zweiten nur im Fernsehen anschauen (Sonntag, 19.05 Uhr, Sky), er erhielt in Nürnberg einen harten Check und leidet unter den Anzeichen einer Gehirnerschütterung. Er ist schon der vierte Berliner neben André Rankel, Constantin Braun und Stefan Ustorf innerhalb weniger Wochen mit dieser Verletzung. "Das macht mir langsam Angst", sagt Manager Peter John Lee, vor allem angesichts der ausbleibenden Reaktionen der Schiedsrichter – der Check gegen Mulock wurde nicht geahndet – und der Liga. Lee fordert mehr Aufmerksamkeit für das Thema und mehr Schutz für die Spieler: "In Nordamerika geht man besser damit um."

Manager denkt an Transfers

Die Verletzungssorgen nehmen derweil dramatische Ausmaße an, nicht zum ersten Mal müssen die Eisbären ohne sieben Profis auskommen. Schwierig ist bei den Gehirnerschütterungen zudem die Dauer der Rekonvaleszenz einzuschätzen. "Wir hoffen, dass wir bis zur Pause Anfang Februar wissen, wie es aussieht, um eventuell noch Ersatz verpflichten zu können", sagt Lee. Das Resultat von Nürnberg will er mit dem nicht unerheblichen Handicap jedoch nicht beschönigen. Ausgerechnet beim bisherigen Tabellenletzten blieben die Berliner nach elf Spielen – zehn davon wurden gewonnen – erstmals wieder ohne Punkt. "Wir waren ein bisschen zu locker, nicht nah genug am Mann", erzählt Lee. Womöglich war bei dem einen oder anderen das Spitzenspiel gegen Mannheim schon im Kopf. Die Adler verloren übrigens nach einer Niederlage gegen Nürnberg vor einer Woche die Tabellenführung an die Eisbären.

Die werden die Berliner auf jeden Fall behalten, obwohl die Ausgangsposition alles andere als optimal ist. Deshalb geht der Manager die Sache relativ entspannt an und nutzt sie, um sich bezüglich der Zukunft auf die Sprünge helfen zu lassen. "In diesem Spiel kann ich sehr gut sehen, wo wir mit diesem Kader stehen." Lee sagt das, weil gerade fünf Spieler im Alter von 18 bis 20 Jahren im Team sind. "Das hilft mir, sie für die Zukunft einzuordnen", so der Manager. Die Partie gegen die Adler Mannheim dient also letztlich der natürlichen Auslese. Und die könnte derzeit in der DEL tatsächlich auf keinem höheren Niveau stattfinden.

Leser-Kommentare
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
Besucher testen neue Achterbahn im Belantis Park
Achterbahn im freien Fall

Immer rasanter: Neue Bahnen versprechen Schwerelosigkeit.

Video Nachrichten mehr
Assad-Regime Opferzahl nach Angriffen in Syrien steigt
Mitte Polizei sucht mit Bildern nach Angreifer vom Alex
Ausflugswetter Viel Sonne versüßt Deutschen das Pfingstfest
Käufersuche Eine Woche Galgenfrist für Schlecker
 
PromoTeaser_img.jpg
Urlaub an der See

Aktuelle Reisetipps für Ihren nächsten Deutschlandurlaub.mehr

Sommerkoll-klein.png
Sommer Trends

Lindner - Das sind die Sommer Trends 2012!mehr

bio10_onsite-teaser.jpg
Netzwerker

Für eine moderne Energieversorgung in Berlinmehr

 
Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Blücherplatz

Karneval der Kulturen mit Straßenfest eröffnet

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

DFB-Bundesgericht

Hertha kämpft gegen Sturz in die Zweite Liga

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote