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Eishockey

Berlins Eisbären lassen Nürnberg keine Chance

Spitzenreiter Eisbären Berlin fährt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) weiterhin Sieg um Sieg ein. Der bereits für das Play-off-Viertelfinale qualifizierte Meister feierte beim 4:0 am 57. Spieltag gegen die Nürnberg Ice Tigers den dritten Erfolg in Folge.

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Neu bei den Eisbären: Angreifer Chris Hahn. Die vergangenen vier Jahre verbrachte der 23-Jährige, der in Kanada als Sohn eines deutschen Vaters geboren wurde und den deutschen Pass besitzt, an der Universität von Maine in den USA. Berlin wird seine erste Profistation.
Foto: picture-alliance / City-Press
Das sind die Berliner Eisbären: Angreifer Chris Hahn. Die vergangenen vier Jahre verbrachte der 23-Jährige, der in Kanada als Sohn eines deutschen Vaters geboren wurde und den deutschen Pass besitzt, an der Universität von Maine in den USA. Berlin ist seine erste Profistation.

Für die Zuschauer in der Arena brachte erst die 44. Minute die Erkenntnis, die manche schon fast für ausgeschlossen hielten. Jeff Friesen schoss da das 4:0 für den EHC Eisbären, assistiert von TJ Mulock und Marvin Degon. Damit hatten die drei den Beweis geliefert: Beim Titelverteidiger der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geht es tatsächlich noch ohne Laurin Braun. Das hätte wohl kaum jemand vermutet, nachdem der 19-Jährige am Freitag an allen drei Treffern beim 3:2 gegen Frankfurt beteiligt war und nun beim 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) gegen Nürnberg wieder nach jedem der ersten drei Tore als Vorlagengeber genannt wurde.

Wie sich später herausstellte, war dies etwas übereifrig. Oder einfach nur ungenau beobachtet. Die Vorlage zum 2:0 (17.) wurde Braun ab- und Richie Regehr zuerkannt. Warum überhaupt Punkte für Vorlagen verteilt wurden bei diesem Treffer, war allerdings nur schwer ersichtlich. André Rankel hatte sich den Puck hinter dem eigenen Tor selbst erkämpft, lief dann vor das gegnerische Tor und drosch die Scheibe ins Netz.

Die beiden Punkte, die dem jungen Stürmer bei seinem insgesamt erst neunten DEL-Einsatz noch blieben, hatte er sich aber redlich verdient. Wobei seine erste Vorlage wie ein Donnerwetter über den Gegner, vor allem dessen Fans, hereinbrach. Gleich 800 Franken nutzten das Spiel beim Meister zu einem gemeinsamen Ausflug per Sonderzug. Wie immer bei solchen Gelegenheit in Erwartung eines starken Auftritts der eigenen Mannschaft. Aber nach 28 Sekunden erfuhr diese Erwartung durch Brauns Pass auf Denis Pederson einen Dämpfer.

„Nach so einem Ding ist es in Berlin natürlich noch schwerer als ohnehin schon“, sagte Nürnbergs Trainer Andreas Brockmann. Vorgenommen hatten sich die Gäste viel, sehr viel sogar, wie Brockmann betonte. Nicht nur wegen der mitgereisten Fans. Hauptsächlich wegen der direkten Play-off-Qualifikation, für die der hart umkämpfte sechste Platz nötig ist. „Wir haben auch viel probiert und hatten viele Torschüsse“, so Brockmann.

Zumindest im ersten Drittel traf dies zu. Es lag allerdings auch etwas daran, die Berliner nicht ganz so druckvoll nach vorn spielten, sondern sich in Vorbereitung auf das Play-off etwas in der Beherrschung der Defensivzone üben wollten. Den Versuch wertete Brockmann als gelungen: „Sie haben vor dem Tor gut gestanden und keine Nachschüsse zugelassen.“

Doch allein nach hinten zu arbeiten, ist eben nicht das Spiel der Eisbären. Also legten sie nach und nach auch in der Offensive zu. „Wir haben uns im Spiel gesteigert“, befand Trainer Don Jackson, der im zweiten Drittel Laurin Brauns Vorlage auf TJ Mulock zum 3:0 beobachte (34.). Es war der fünfte Punkt des Wochenendes für den Stürmer. Einer sammelte sogar noch mehr: André Rankel kam auf sechs. Doch bei dem Nationalspieler war der Überraschungseffekt nicht so groß, weshalb Braun in beiden Partien in den Fokus rückte.



Erschienen am 14.03.2010

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