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Deutsche Eishockey-Liga

Laurin Braun überragt beim 3:2 der Eisbären

Gegen die Frankfurt Lions mussten die Eisbären Berlin zwangsläufig mit einer sehr jungen Mannschaft auflaufen, fünf Ausfälle machten es nötig. Doch vor allem Laurin Braun, gerade einmal 19 Jahre alt, nutzte am Freitag seine Chance.

DEL - EHC Eisbären Berlin - Kölner Haie
Foto: picture-alliance / City-Press Gm/picture alliance
Laurin Braun in der Partie gegen die Kölner Haie im März 2010

Erfahrung ist ein hohes Gut, zumal im Mannschaftssport. Viel haben die Routiniers erlebt in ihrer Karriere, schwierige Situationen durchgestanden. Das macht sie so wertvoll, sie sind der Ruhepol, diejenigen, auf die man sich verlassen kann. Zu vernachlässigen ist das ungestüme Element der Jugend deshalb nicht. Die Jungen spenden Energie, ihr Hunger nach Erfolg ist noch etwas stärker ausgeprägt als bei den Alten und äußert sich gern in leidenschaftlichem Einsatz. Und manchmal ist eben das der Faktor, der Spiele entscheidet. So wie beim 3:2 (2:0, 1:0, 0:2) des EHC Eisbären gegen die Frankfurt Lions.

Die Erfahrung hatte sich im fünftletzten Hauptrundenspiel der Berliner in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) unter die Zuschauer gemischt. Fünf Ausfälle musste Trainer Don Jackson verkraften, vier der Spieler über 30. Auf dem Eis trugen nur drei von 17 Akteuren das EHC-Trikot, die das dritte Lebensjahrzehnt hinter sich haben. Im Angriff des Tabellenführers fanden sich nur drei Spieler über 25.

Ein Nachteil? Zumindest nicht gegen die Lions, die erst zum Spielende munter wurden. Zwar muss sich Denis Pederson (34) ein bisschen wie im Kindergarten gefühlt haben. Aber einer wie er kann sich eben mit allem arrangieren. Auch mit einem 24-Jährigen, André Rankel, und einem 19-Jährigen, Laurin Braun, an seiner Seite.

Nun ist Rankel niemand, der noch etwas beweisen muss. Er spielte gerade bei Olympia. Braun aber wollte zeigen, dass er den Platz neben Pederson nicht einfach geschenkt bekommen hat. Deshalb machte er seinen achten DEL-Einsatz zu einem großen Erlebnis. Er erzielte das 1:0, sein erster DEL-Treffer, selbst (15.), bereitete für Rankel das 2:0 vor (20.) und ließ dann nicht nur Pederson staunen. Mit hohem Tempo fuhr Braun ins Drittel, drehte sich am Bullypunkt um die eigene Achse, was den Gegner verwirrte, und spielte Pederson die Scheibe wie ein Großer passgenau auf den Schläger – zum entscheidenden 3:0 (39.).

„Man sieht, dass der Junge in die DEL will“, sagte Verteidiger Frank Hördler, der nach drei Monaten Verletzungspause wieder dabei war, über Braun. Dieser Eindruck wurde am Freitag bestätigt.mst

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