Eishockey
Hördler ist wieder im Eisbären-Team
Freitag, 12. März 2010 15:27 - Von Marcel SteinFrank Hördler stand in dieser Saison für den EHC Eisbären so selten wie nie auf dem Eis. Gerade 18 von 51 Spielen konnte der Verteidiger bestreiten. Schuld war das Knie. Doch nun darf der 25-Jährige nach drei Monaten wieder in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auflaufen.

Was genau der Tag noch bringen würde, wusste Frank Hördler nach dem Training am Mittag nicht. Aber immerhin fühlte er sich gut, war tatendurstig. Nur einer konnte ihn noch stoppen: Jens Ziesche. Doch nach Auswertung der letzten medizinischen Ergebnisse brachte der Mannschaftsarzt des EHC Eisbären keinen Einwand hervor. Am späten Nachmittag teilte er das Hördler mit. Der war sehr erleichtert, denn nach über drei Monaten Pause darf der Verteidiger am Freitag wieder in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auflaufen.
Schon in den vergangenen Tagen hatte der 25-Jährige auf die Partie gegen die Frankfurt Lions (19.30Uhr, O2 World) spekuliert. Hördler machte jüngst sogar die dreitägige Auswärtstour mit, „um wieder ein bisschen in die Mannschaft reinzufinden“. Die Findungsphase erreicht nun die nächste Ebene. „Jetzt ist es kein Training mehr, ich muss sehen, ob alles auch in Spielgeschwindigkeit funktioniert“, sagt der Verteidiger.
Trotzdem spielte Hördler weiter. Ständig wurde ihm dabei Flüssigkeit aus dem Knie entzogen; ohne zu wissen, wieso sich immer wieder Wasser ansammelte. „Es hat eine ganze Weile gedauert, bis herausgefunden wurde, was ich habe. Es ist ein Knochenmarködem, etwas ziemlich Seltenes“, sagt der Abwehrspieler des Tabellenführers, der ab der Diagnose das Knie lange nicht mehr belasten durfte. Denn es lagerte sich Flüssigkeit im Knochen ein und machte diesen weich.
Nun hat sich alles wieder verfestigt, vollständig genesen ist Hördler dennoch nicht. „Ich habe permanent Schmerzen, aber es ist auszuhalten“, sagt er. Bis zum Sommer, vielleicht auch noch länger, könnte sich die Rekonvaleszenz hinziehen. Aber das wäre hinzunehmen, Hauptsache, es gibt keine Rückschläge. Die würden nicht in Hördlers Plan passen. Der sieht so aus: Die letzten fünf Partien der Hauptrunde zum Einspielen nutzen, im Play-off wieder in gewohnt solider Weise verteidigen und danach möglichst bei der Heim-WM dabei sein.
Erschienen am 11.03.2010


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