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06.03.10

Eishockey

Eisbären-Torhüter Nastiuk macht den Trainer stolz

Kevin Nastiuk stand zum ersten Mal in der O2 World zwischen den Pfosten und wollte seine Sache besonders gut machen. Sein Vorhaben konnte der 24-Jährige in die Tat umsetzen, mit starken Paraden sicherte er dem EHC Eisbären den ersten Heimsieg gegen die Hannover Scorpions.

© picture-alliance / City-Press
Im Januar 2010 wurde Kevin Nastiuk als Ersatz-Torhüter verpflichtet. Der 24 Jahre alte Kanadier gilt als noch relativ unerfahren. Er konnte bislang gerade mal eine handvoll Einsätze in der nordamerikanischen Zweiten Liga vorzuweisen.
Vor dem Spiel angespannt, danach erleichtert: der Ersatz-Torhüter des EHC Eisbären Kevin Nastiuk

Er nahm seine Maske ab, schüttelte kurz die lange Mähne und lachte. Gut zwei Stunden vorher war der Blick noch starr gewesen, die Muskeln formten ein Gesicht, in dem große Anspannung zu erkennen war. "Ich war sehr aufgeregt", sagte Kevin Nastiuk. Natürlich, zum ersten Mal stand er in der O2 World zwischen den Pfosten und wollte seine Sache besonders gut machen. Sein Vorhaben konnte Nastiuk in die Tat umsetzen, mit starken Paraden sicherte er dem EHC Eisbären den ersten Heimsieg gegen die Hannover Scorpions in der neuen Arena (3:2 n.P.).

Ausgerechnet Hannover. Bei den Scorpions war er bei seinem ersten und bis Donnertag einzigen Einsatz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) als Sieger vom Eis gegangen. Nach Penaltyschießen (4:3). "Das ist schon kurios", findet der 24-Jährige. Sein Trainer fand es vor allem stark. "Gerade in der Verlängerung und im Penaltyschießen hat Kevin unglaublich gehalten. Ich bin stolz auf ihn", sagte Don Jackson.

Auch Manager Peter John Lee sah sich bestätigt. Erst vor gut sechs Wochen hatte er den 24-Jährigen verpflichtet. Weil die Berliner es als zu risikoreich empfanden, mit dem unerfahrenen Markus Keller (21) ins Play-off zu gehen. Obwohl mancher es als nicht minder risikoreich betrachtete, auf einen unbekannten Kanadier aus den Tiefen der nordamerikanischen Minorleagues zu setzen für den Fall einer Verletzung von Stammtorhüter Rob Zepp. Doch nun, sagt Lee, "hat er sein Potenzial gezeigt". Das Gefühl, das der Manager vorher beim Gedanken an eine Verletzung Zepps befiel, ist jetzt nicht mehr so flau.

Das gilt natürlich auch für Nastiuk, wenn er das nächste Mal in Berlin ins Tor darf. Er weiß jetzt, wie es ist, vor dieser großen Kulisse zu spielen. "Einfach fantastisch", sagt er. Vermutlich zwei Einsätze, einen auswärts, einen daheim, wird er in den verbleibenden sieben Hauptrundenspielen des Tabellenführers noch bekommen. Allerdings nicht in Düsseldorf, am Sonntag im Spitzenspiel bei den Rheinländern wird Rob Zepp zwischen den Pfosten erwartet. Der Mann für die großen Aufgaben ist immer noch er.

Quelle: mst
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