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Eishockey

Eisbären gewinnen Spitzenspiel gegen Wolfsburg

Tabellenführer Eisbären Berlin hat das Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga gegen Verfolger Wolfsburg gewonnen. Der Meister bezwang den Dritten aus Niedersachsen am Freitagabend auf eigenem Eis mit 5:3. Stefan Ustorf sorgte mit einem Powerplay-Tor für die Entscheidung.

Eisbär Stefan Ustorf sorgte mit einem Powerplay-Tor für das 5:3 gegen Wolfsburg
Foto: picture-alliance / City-Press
Eisbär Stefan Ustorf sorgte mit einem Powerplay-Tor für das 5:3 gegen Wolfsburg

Die Wetterbedingungen waren ja wieder nicht wirklich verkehrsfreundlich. Aber sie haben es trotzdem geschafft – die Grizzly Adams Wolfsburg kamen pünktlich in Berlin an. In diesem Fall tatsächlich ein erwähnenswerter Fakt, die Niedersachsen tun sich nämlich ein wenig schwer damit, rechtzeitig zu Punktspielen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) in der Halle des Gegners zu erscheinen.

Vor sechs Wochen, beim ersten Auftritt der Wolfsburger in der O2 World, führte das zu einer gut einstündigen Verspätung. Damals spielten die Gäste auch so, fanden nur langsam in die Partie. Diesmal starteten sie deutlich wacher. Was am Resultat im Spitzenspiel nichts änderte, der EHC Eisbären gewann vor 14.200 Zuschauern in ausverkaufter Halle 5:3 (1:1, 3:2, 1:0).

Es ist schon ein bisschen seltsam mit den Grizzly Adams. Die Planungsstrategen von der Aller ließen sich milde belächeln, als sie dem Berliner Publikum im Dezember eine sehr ausgedehnte Overtime bescherten. Weil ihnen der Bus bei Schnee und Eis lieber war als die Bahn. Und sie lächelten milde zurück, als man ihnen für die Heimkehr zurief: „Schön langsam fahren.“

Keine 48 Stunden später zeigten eben jene Wolfsburger, wie man einer solchen Situation auch begegnen kann. Da vermochten es die etwas zu spät gestarteten DEG Metro Stars nicht, den Terminplan bei den Grizzly Adams einzuhalten. Die Niedersachsen jedoch entschieden sich dagegen, die Umstände einfach wegzulächeln; sie wollten lieber Geld. Als Schadenersatz.

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Das erzeugte in der Liga, wenn auch nur hinter vorgehaltener Hand, einige Irritation. Spätestens seit vergangener Woche wirkt es sogar lächerlich. Mal wieder mussten die Wolfsburger auf große Reise. Aber das quasi benachbarte Kassel war einfach nicht rechtzeitig zu erreichen. Von Forderungen aus Kassel war bislang nichts zu hören.

Eishockeyspielen können die Grizzlies aus der Autostadt dafür wesentlich besser – als Reisen zu planen. Mit zuletzt sechs Siegen in Folge schoben sie sich auf Platz drei der Tabelle. Sie bewegen sich schnell, sind aggressiv, aber auch kreativ.

Die Partie gegen den Spitzenreiter wurde daher eine auf hohem Niveau. Und eine, in der die Eisbären, bei denen Alexander Weiß (Schnittwunde) und Kapitän Steve Walker (Oberschenkelzerrung) die Liste der Ausfälle während des Spiels auf vier verlängerten, ihre Probleme hatten.

Das lag am unter anderem cleveren Stellungsspiel der Niedersachsen. „Sie machen die Räume eng, wir haben wenig Zeit, die Scheibe zu spielen“, sagte EHC-Stürmer Andre Rankel, der das 1:0 durch Tyson Mulock vorbereitet hatte (11.), in der ersten Pause.

Mit diesen Bedingungen schienen sich die Berliner aber bald zu arrangieren. Denn Florian Busch (22.) und Rankel (27.) brachten die Eisbären innerhalb von fünf Minuten mit 3:1 in Führung.

Deutliche Resultate hatte es in dieser Saison zwischen den beiden Kontrahenten bislang noch nicht gegeben. Wer im letzten Aufeinandertreffern nun ein solches erwartete, sah sich schnell getäuscht. Wolfsburg glich umgehend aus.

Ihre Serie, die Eisbären hatten alle drei Partie gegen Wolfsburg zuvor gewonnen, wollten die Berliner aber offenbar nicht aufgeben. Constantin Braun nutzte den wenigen Platz, der ihm geboten wurde, und traf zum 4:3 (40.), in Überzahl erhöhte Stefan Ustorf auf 5:3 (52.). Für die Gäste endete damit die Siegesserie genau gegen den Gegner, gegen den sie zuvor als letztes verloren hatten.

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