Eishockey
Felskis Jubiläum endet mit 4:5 in Krefeld
Es war das 800. Spiel von Eisbär Sven Felski. Doch das war auch das Einzige, was die Berliner in Krefeld zu feiern hatten. Die Pinguine kämpften, die Konzentration der Berliner reichte nicht - und am Ende verschoss ausgerechnet Felski gleich zwei Mal.
Klar, ein Tor zum Jubiläum wäre schon schön gewesen. Aber der Mann ist ein Teamspieler. Er freut sich auch über Treffer, wenn sie die Kollegen erzielen. Hauptsache, er hat seinen Beitrag geleistet. Und der war am Dinestag beträchtlich. Drei Vorlagen von Sven Felski, der sein 800. Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erlebte, verwandelten die Mitstreiter zu Toren für den EHC Eisbären. Trotzdem nur nette Episoden, ohne Happyend. Der Spitzenreiter verlor in Krefeld nach Penaltyschießen 4:5 (0:0, 3:2, 1:2, 0:0, 0:1).
Ehrungen für Meilensteine der Karriere werden gewöhnlich nicht auswärts vorgenommen. Felski aber durfte sich über Blumen freuen, überreicht von Verantwortlichen der Pinguine. Die hatten nämlich in Roland Verwey selbst einen Jubilar, er freute sich über 500 Spiele, und dachten wohl, es wäre unhöflich, Felski außen vor zu lassen.
Eine schöne Geste, im Spiel allerdings zeigten sich die Rheinländer weniger in Geberlaune. Trotz des Handicaps, auf acht Spieler verzichten zu müssen, mühten sich die Krefelder redlich, die Berliner unter Druck zu setzen. Es steht auch viel auf dem Spiel für die Pinguine, sie kämpfen um Platz zehn und die Teilnahme am Pre-Play-off.
Dem kamen sie bald ein Stück näher, lagen 2:0 vorn. Doch mit einer Vorlage von Felski begann eine konzentrierte Phase der Eisbären, sie gingen durch Andy Roach (29.), Tyson Mulock (31.) und Richie Regehr (35.) ihrerseits in Führung. Die wurde von den Pinguinen jedoch ebenso egalisiert wie das 4:3 durch Constantin Braun nach Felskis drittem Pass (53.).
Letztlich konnten die Berliner froh sein, überhaupt einen Punkt mitzunehmen. Denn die letzten Minuten der regulären Spielzeit war der EHC nach einer Spieldauerstrafe gegen Jens Baxmann nur zu viert. Da die Partie auch in der Verlängerung nicht entschieden werden konnte, musste das Penaltyschießen her. Eigentlich eine Spezialität von Felski, aber er schoss daneben. Beim ersten Mal kein Problem, doch sein zweiter Fehlschuss beendete das Spiel. Ein echter Freudentag war es also nicht.
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