Eishockey
Eisbären wollen gegen die DEG die Vorentscheidung
Eine Zeit lang bereitete der Spielbeginn ein paar Probleme, jetzt ist es zur Abwechslung mal das Spielende. Die richtige Balance will sich beim EHC Eisbären im Moment einfach nicht einstellen.
Deshalb wirkte Steve Walker nach der Partie gegen die Kassel Huskies auch nicht gerade glücklich, trotz des 4:2. "So wollten wir nicht aufhören, das müssen wir schnell vergessen", sagte der Kapitän der Berliner, die vor dem letzten Drittel 4:0 geführt hatten.
Ärgerlich fand Walker den Abfall am Ende vor allem, weil es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) langsam auf das Play-off zugeht. "Wir sind jetzt in einer wichtigen Phase", sagt er. Es ist Einspielzeit, die Eisbären arbeiten an der Feinjustierung für den entscheidenden Teil der Saison – tun sich damit aber partiell etwas schwer.
Bedeutungsvoll sind die kommenden Wochen aber auch, weil die Tabelle ein endgültiges Bild erhält. Und wer vorn ist, hat im Play-off den Vorteil des Heimrechts. "Wie wichtig das sein kann, hat man vergangene Saison gesehen. Das hätte gerade gegen Düsseldorf auch leicht anders ausgehen können", so Walker, dessen Mannschaft die DEG im Finale bezwang.
Wie es der Zufall will, könnte die nächste Heimpartie des Titelverteidigers gegen Düsseldorf am Dienstag eine richtungsweisend sein. Es ist das Spitzenspiel, Erster gegen Zweiter. "Das ist wichtig, wenn wir gewinnen, haben wir eine gute Chance, die Hauptrunde als Erster zu beenden", sagt Walker. Einen herausfordernden Charakter besitzt die Partie allerdings auch in anderer Hinsicht. Nicht in bester Erinnerung sind Walker die beiden vorherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison geblieben, 2:6 und 3:7 hieß es da. Also wäre ein Sieg auch ganz förderlich für das Selbstvertrauen, speziell bezogen auf diesen Gegner, der sich im Laufe der vergangenen Wochen als wohl härtester Kontrahent im Kampf um die Meisterschaft positioniert hat.
Daher wäre es gegen die Düsseldorfer, die mit den Eisbären bislang sehr gut zurechtkamen, nun die richtige Zeit für die Berliner, ihre Balance zu finden.
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