Eishockey
Eisbären gewinnen Prestige-Duell gegen Mannheim
Der EHC bezwingt den alten Rivalen Adler Mannheim: Mit 4:2 Toren gingen die Berliner Eishockey-Profis am Freitag vom Eis. Damit baut der amtierende Deutsche Meister seine Tabellenführung nach den zuletzt verlorenen Spielen wieder auf 13 Punkte aus.
Von Marcel Stein
Ums Sportliche geht es beim Wrestling ja nicht unbedingt. Vielmehr ist die Show die Hauptzutat eines gelungenen Wrestlingabends. Und zu einer ordentlichen Show mit markigen Typen gehören auch Typen mit skurrilen Namen.
Einer davon durfte beim Spiel des EHC Eisbären gegen die Adler Mannheim ein bisschen Werbung machen für eine Catcher-Veranstaltung in Berlin, obwohl die erst im April stattfindet. Unpassend war der Auftritt von John Morrison, genannt Johnny Nitro, trotzdem nicht. Denn ebenso explosive Eisbären wie Adler bescherten den Besuchern in der ausverkauften O2 World ein hübsches Eishockey-Feuerwerk. Nur zündeten die Adler ein paar Raketen weniger, die Eisbären gewannen 4:2 (1:1, 1:0, 2:1).
Zuletzt hatten die Berliner Probleme zu Spielbeginn, es dauerte, bis sie ihren Rhythmus fanden. Doch die Umstände führten dazu, dass der Meister diesmal ein anderes Bild abgab. Schon in den ersten Minuten feuerten die Eisbären etliche Schüsse ab. Gleich im ersten Überzahlspiel traf Kapitän Steve Walker zur Führung (4.).
Die Motivation gegen die Adler ist immer eine andere als in den üblichen Hauptrundenpartien. Über Jahre haben beiden Mannschaften ihre Rivalität kultiviert, im Wettstreit darum, wer von beiden das beste Team des Landes ist. Zwar lässt sich eine solche Frage nie in einem einfachen Punktspiel klären, aber Siege gegen die Adler schmecken süßer als andere.
Aus der Perspektive der Mannheimer verhält sich das nicht anders. Zusätzlich aber starteten sie in das Spiel in dem Bewusstsein, dass die Saison für sie noch einmal neu beginnt. Erst am Montag übernahm Teal Fowler den Trainer Job von Doug Mason, nach zuvor enttäuschenden Resultaten und Platz neun in der Tabelle.
Dass der Spitzenreiter aus Berlin in Anwesenheit von Bundestrainer Uwe Krupp gegen ein Mittelfeldteam spielte, war folglich nicht auszumachen. Beide versuchten, sich gegenseitig im Tempo und bei der Kreativität zu überbieten. Oft überforderte das spielerische Vermögen der Angriffslinien dabei die Abwehrreihen der Kontrahenten.
In ihrer Qualität offenbarten die Gegner lange kaum Unterschiede, was sich zunächst auch im Ergebnis niederschlug. Erst glich James Pollock aus (12.), nach Constantin Brauns Tor (40.) traf Colin Forbes zum 2:2 (41.). Das hielt die Begeisterung in der Halle auf einem hohen Niveau. Ihren Höhenpunkt erreichte sie zum einen, als Denis Pederson das 3:2 für den EHC erzielte (57.), und, als Alexander Weiß zum 4:2 ins leere Tor traf (60.). Siege gegen die Adler, die gezeigt haben, dass durchaus noch mit ihnen zu rechnen ist, machen ein bisschen mehr Spaß als andere Siege.
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
-
20:49Festnahme: Toter in Friedrichshainer Bar: Verdächtiger gefass...
-
20:11Piraten-Chef: Wie der "Bundesbernd" Piraten-Amt und Job stemmt
-
19:17Karneval: Kreuzberger Käuze, Kinder und eine lange Karawane
- 1. Live-Ticker Hertha BSC will über Einspruch beraten
- 2. Relegationsspiel Hertha BSC und der Abstieg ohne Gnade
- 3. Relegationsspiel Hertha BSC gibt sich offenbar geschlagen
- 4. Stromerzeugung Solaranlagen liefern so viel Strom wie fast 20 Atommeiler
- 5. Rocker-Kriminalität Hells Angels betrieben eigenen Folterkeller














