Eishockey
Eisbär Steve Walker für nächstes Spiel gesperrt
Gleich im Anschluss an die Niederlage gegen Hannover Scorpions waren die Aktiven des EHC Eisbären doch reichlich konsterniert, jetzt aber beginnen sie zu beschwichtigen: Von Krise keine Spur, auch nicht nach dem dritten verlorenen Spiel in Folge. Steve Walker allerdings ist für das Spiel am Dienstag gegen Wolfsburg gesperrt.
Noch nie hatten die Eisbären Berlin unter der Regie von Trainer Don Jackson drei Spiele hintereinander verloren. Seit Sonntag ist dieser Nimbus mit der 3:4-Heimniederlage gegen Hannover nun Geschichte. Trotzdem verfallen die Akteure beim Spitzenreiter der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht in Panik. "Jetzt von einer Krise zu sprechen ist Schwachsinn", sagte Berlins Routinier Sven Felski. "Wir sind weiterhin souveräner Tabellenführer und jede Mannschaft hat Phasen, in denen es mal nicht so gut läuft."
Verteidiger Derrick Walser betrachtet die jüngsten Niederlagen sogar als heilsam. "Nach den zehn Siegen in Folge tut es der Mannschaft ganz gut, auch ein paar Mal zu verlieren. Dadurch verliert man die Bodenhaftung nicht", meinte der Verteidiger.
Probleme ganz anderer Art besitzt außerdem Trainer Don Jackson. Neben den verlorenen Spielen ärgerte sich der US-Amerikaner über die zuletzt verhängten Spieldauerdisziplinarstrafen gegen Denis Pederson und Steve Walker. "In zwei aufeinanderfolgenden Spielen haben die Schiedsrichter bei Spieldauerstrafen falsch entschieden", sagte der Jackson. Der Berliner Coach fordert daher von der DEL, in Zukunft wieder flexibler zu sein. "Die Liga sollte in der Lage sein, solche Tatsachenentscheidungen zu überdenken." Momentan lässt die DEL Proteste selbst gegen offensichtliche Fehlentscheidungen ihrer Schiedsrichter nicht zu, um den Status einer Tatsachenentscheidung zu wahren.
Am Sonntag wurde Steve Walker nach einer umstrittenen Szene mit dem Hannoveraner Wolf vom Spiel ausgeschlossen und wird auch an diesem Dienstag beim Spiel in Wolfsburg gesperrt sein. Damit fehlt der Berliner Kapitän ausgerechnet an seinem 37. Geburtstag. Auch die verletzten Frank Hördler und Travis James Mulock stehen in Wolfsburg dem Meister nicht zur Verfügung. Dafür kehrt Pederson nach seiner abgesessenen Sperre ins Aufgebot zurück.
Die Chancen, dass die Eisbären gegen die Niedersachsen ihr kleines Tief hinter sich lassen können, stehen rein statistisch gesehen nicht schlecht. Beide Spiele in dieser Saison konnten mit 4:3 gewonnen werden. Insgesamt verließen die Hauptstädter in 14 DEL-Duellen mit dem EHC zehn Mal als Sieger das Eis. Verteidiger Walser zeigt sich aber auch aus einem anderen Grund zuversichtlich. "Wir haben gegen Hannover große Moral gezeigt, haben trotz großem Rückstand beinahe das Spiel noch gedreht", sagte er. "Das lässt uns mit erhobenem Kopf nach Wolfsburg fahren."
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