Eishockey
Talente haben es bei den Eisbären nicht leicht
Donnerstag, 7. Januar 2010 16:13 - Von Marcel SteinTrotz großen Vorsprungs in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga DEL lässt EHC-Trainer Jackson seine vierte Reihe nur sporadisch spielen. Sich bei den Eisbären durchzusetzen, den Weg von André Rankel, Florian Busch oder Jens Baxmann zu gehen, ist schwerer geworden für die jungen Talente.

Der Arbeitstag hätte schöner enden können. Zum zweiten Mal erst durfte Markus Keller das Tor des EHC Eisbären von Beginn an hüten, doch es endete wie beim ersten Mal. All die Paraden in der klirrenden Augsburger Kälte nutzten nichts, die Berliner verloren 2:5. Wenigstens hatte Don Jackson ein paar warme Worte übrig für den 20-Jährigen. „Markus hat definitiv gut gehalten“, so der Trainer. Er betonte das „definitiv“, als wollte er die Enttäuschung des Torhüters einfach wegreden. Gut gemeint, aber auf seinen ersten Sieg in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) muss Keller trotzdem noch warten.
Geduld wird er in anderer Hinsicht aber wohl viel mehr brauchen. Sein Einsatz dürfte eine Ausnahme bleiben. Vom Vorsprung in der Tabelle, trotz der Niederlage stattliche 15 Punkte, lässt sich Jackson nämlich nicht dazu verleiten, von seinen Grundsätzen abzuweichen.
Die vierte Reihe muss sich im Training anbieten
Wie Keller bekommen das die Kollegen aus der vierten Reihe zu spüren. Eigentlich, sollte man zumindest denken, wäre die Situation ideal, um diesen Spielern mehr Eiszeit zu gewähren und die anderen zu entlasten. Der Philosophie des Trainers entspricht das jedoch nicht: „Ich möchte, dass meine Spieler topfit sind. Dazu ist es besser, mit drei Reihen zu spielen. Die vierte muss sich im Training für die vorderen Plätze anbieten.“
Selbst Alexander Weiß. „Wir können jetzt nicht auf locker machen. Der Trainer hat auch keinen Grund, etwas zu ändern“, sagt er – und verbannt sich damit selbst auf die Bank. Der 22-Jährige zählt zwar zu den besten Talenten des Landes, deshalb haben ihn die Eisbären langfristig gebunden, und kann schon auf einige DEL-Erfahrung zurückblicken. Trotzdem kommt er derzeit nicht über die vierte Reihe hinaus. Bedingt auch durch eine lange Pause zu Saisonbeginn wegen einer Gehirnerschütterung.
Leistungsdichte in den ersten drei Reihen sehr hoch
Die sporadischen Einsätze teilt er meist mit Chris Hahn. Demnächst könnte es auch Constantin Braun treffen, der wie Weiß ein Perspektivspieler für die Nationalmannschaft ist. Wenn Frank Hördler in die Mannschaft zurückkehrt, verliert Braun seinen derzeit festen Platz in der Abwehr und rückt wohl in den vierten Sturm. Für Weiß könnte das auch bedeuten, dass er bald beim Kooperationspartner in Dresden in der Zweiten Liga, wo Bruder Daniel inzwischen überwiegend spielt, eingesetzt wird.
Sich bei den Eisbären durchzusetzen, den Weg von André Rankel, Florian Busch, Jens Baxmann oder Hördler zu gehen, ist schwerer geworden für die jungen Talente. Die Leistungsdichte in den ersten drei Reihen ist inzwischen sehr hoch. Um dort hineinzukommen, „muss man seine Chance erzwingen“, sagt Manager Peter John Lee. Das vermisst er manchmal.


Versicherungen
Gesundheitstests
Hotelsuche
Abo
Stadtplan
epaper
Archivsuche
Zeitung Heute
RSS
Newsticker
Video
TV-Programm
Events
Kino
Wetter
Gehaltsrechner
Börse
Branchenbuch
Kredit und Zinsen
Europa
Krankenkassen
Hilfe
Handelsregister
Leserbrief
Kontakt
Mobilportal
iPhone-/iPad-Apps
Heizölvergleich