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Eishockey

Die Siegesserie der Eisbären ist gerissen

Zehn Mal in Folge gewann der EHC Eisbären. Doch am Dienstagabend unterlagen die Berliner gegen Augsburg mit 2:5 Toren. Torhüter Markus Keller, gebürtig aus Augsburg, hatte sich dieses Spiel sicherlich anders vorgestellt.

In Augsburg ist es nicht kuschelig, aber wo ist es das derzeit schon in Deutschland. Da freut sich (fast) jeder, wenn er irgendwo im Warmen sein kann. Trotzdem zogen es am Dienstag 3800 Leute vor, den Abend im zugigen Augsburger Eisstadion zu verbringen und sich in der halboffenen Arena der Witterung auszusetzen.

Für die Fans der Panther ein durchaus lohnenswertes Erlebnis. Ihnen war am Ende sogar etwas warm ums Herz, denn bei sechs Grad minus rissen die Schwaben den Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), den EHC Eisbären, ganz unkuschelig aus seiner Erfolgsserie. Nach zehn Siegen unterlagen die Berliner in Augsburg 2:5 (0:2, 2:0, 0:2).

Die Konkurrenz wird es mit Wohlwollen registriert haben, dass der Titelverteidiger doch noch verlieren kann. Dass es ausgerechnet die Panther waren, die den Eisbären dieses ungewohnte Gefühl wieder näher brachten, entbehrte nicht einer gewissen Folgerichtigkeit. Immerhin haben sie Erfahrung darin. Das erste Spiel in Augsburg gewannen die Panther 6:4.

Seitdem hat sich jedoch einiges verändert. Damals gehörte Augsburg noch zu den Spitzenteams, inzwischen ging es in der Tabelle aber stetig nach unten. Bis auf Platz elf. Von diesem negativen Schwung war diesmal aber nichts zu sehen. Gleich das erste Überzahlspiel nutzten die Schwaben durch Brett Engelhardt zur Führung (3.).

Den Start in sein zweites DEL-Spiel von Beginn an hatte sich EHC-Torhüter Markus Keller sicher anders vorgestellt. Zumal er dem ersten in Kassel, das 3:8 endete, ähnelte. Verstärkt wurden die Erinnerungen, als Augsburg durch Rhett Gordon das 2:0 erzielte – und Keller unglücklich agierte (14.).

Mal wieder ein Rückstand also für die Eisbären. Und mal wieder sortierten sie sich, kamen durch Richie Regehr in Überzahl zum Anschluss (34.) und per Konter durch T.J. Mulock zum Ausgleich (37.). Das Ende war diesmal aber nicht wie immer. Kurz vor Schluss musste sich der stetig besser werdende Keller zweimal in Unterzahl geschlagen geben, danach flog der Puck noch ins leere Tor. Auch wenn er nicht gern verliert, gegen die Panther wird es nur halb so wehgetan haben. Markus Keller ist nämlich in Augsburg zu Hause.



Erschienen am 05.01.2010

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