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Doping-Sperre

Florian Busch hofft auf ein Olympia-Ticket

Der gesperrte Eishockey-Nationalspieler und Eisbären-Profi Florian Busch macht sich wieder Hoffnung auf die Rückkehr in die Nationalmannschaft. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) prüft einen Antrag auf Wiederaufnahme zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver.

Zeitung: Schweizer Gericht hebt Busch-Sperre auf
Foto: dpa/DPA
Der Berliner Eisbären-Profi und Nationalspieler Florian Busch hofft auf seine Wiederaufnahme ins Team zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver

Die Hoffnungen von Stürmer Florian Busch auf eine Rückkehr in die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft haben neue Nahrung erhalten. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat gut zwei Wochen vor der am 22. Januar anstehenden letzten deutschen Nominierung für Olympia in Vancouver (12.-28. Februar) bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) einen Antrag zur Wiederaufnahme des Profis von Meister EHC Eisbären in den Testpool gestellt.

Vorausgegangen war ein Abstimmungsgespräch mit Mitgliedern beider Gremien sowie des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), wie DEB-Präsident Uwe Harnos mitteilte.

Harnos erklärte, dass nach der Telefonkonferenz zumindest auf Seiten des BMI und des DOSB keine größeren Bedenken über ein Comeback des 25-jährigen Angreifers bestehen würden: „Wenn es Einwände gegeben hätte, dann hätten wir den Antrag nicht gestellt.“ Die Nada wird nun über eine Ausnahmeregelung gemäß Paragraf 5.6.2 des Nada-Codes entscheiden. Demnach ist es in bestimmten Fällen möglich, dass eine verkürzte Zugehörigkeit eines Athleten zum Nada-Testpool ausreicht, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Busch hatte die Athletenvereinbarung erst vor einer Woche unterschrieben.

Zuletzt bei der WM 2008 im Team

„Sollte die Entscheidung der Nada positiv ausfallen, muss man sehen, ob das Zeitfenster für eine Olympianominierung ausreicht“, sagte Harnos. Busch, der zuletzt im Mai 2008 bei der Weltmeisterschaft in Kanada für den DEB aktiv war, hofft auf ein Comeback bei den Winterspielen. Bundestrainer Uwe Krupp hatte in der Vergangenheit stets betont, aus sportlicher Sicht auf den gebürtigen Bayern nicht verzichten zu wollen.

Der Angreifer hatte am 6. März eine Dopingkontrolle zunächst verweigert und erst später nachgeholt. Die Probe war negativ. Busch war nach einer Klage der Weltantidopingagentur (Wada) vom Internationalen Sportgerichtshof Cas wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien bis zum 21. Februar 2011 gesperrt worden. Das Schweizer Bundesgericht hatte die zweijährige Sperre wegen der fehlenden Athletenvereinbarung aufgehoben. sid/hed

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