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Olympische Spiele

Auch Eisbär Florian Busch bangt um Olympia-Start

Deutsche NHL-Profis sind sauer auf Eishockey-Nationaltrainer Uwe Krupp. Der hat Christoph Schubert und Jochen Hecht, die beide in der amerikanischen Profiliga spielen, nur auf die Warteliste für die Olympischen Spiele gesetzt. Der Berliner Florian Busch hat es bislang nicht einmal auf diese Liste geschafft.

Zeitung: Schweizer Gericht hebt Busch-Sperre auf
Foto: dpa/DPA
Florian Busch 2008 im Nationaltrikot

NHL-Profi Christoph Schubert ist stocksauer auf Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp, Florian Busch bangt um seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Vancouver. Der nur in den erweiterten Kader für die Winterspiele in Kanada berufene Schubert hat mit Wut im Bauch auf Krupps Entscheidung reagiert, ihn in die Warteschleife zu schicken. Und auch Busch muss trotz annullierter Dopingsperre weiter um die Erfüllung seines Olympia-Traums zittern.

„Natürlich bin ich riesig enttäuscht“, sagte Schubert frustriert. „Die letzten – es sind glaube ich schon 14 Jahre – habe ich immer alles für den DEB gegeben, war immer einsatzbereit, habe bei jeder Weltmeisterschaft mitgespielt, wenn ich in der NHL das Play-off nicht erreicht habe. Von daher sitzt der Schock tief“, sagte der Verteidiger der Atlanta Thrashers. Von acht deutschen Spielern in der nordamerikanischen Profiliga NHL hatte Krupp sechs für den 23 Mann starken Kernkader nominiert.

Neben Schubert zählt auch Angreifer Jochen Hecht (Buffalo Sabres) lediglich zu den zwölf möglichen Nachrückern. „Ich kann schon verstehen, dass er sagt, ich nehme die Jungs mit, die die Olympia-Qualifikation geschafft haben. Aber dann soll er alle draußen lassen, die hier in der NHL spielen, und nicht bloß Hecht und mich“, schimpfte Christoph Schubert (München).

Er wolle seine Enttäuschung nun „erstmal ein paar Tage sacken lassen“ und dann möglicherweise Sportdirektor Franz Reindl anrufen: „Denn mich würd’s halt doch interessieren, was ich gemacht habe, damit ich jetzt nicht dabei sein soll.“ Marco Sturm, der am Mittwoch zum 4:0-Sieg der Boston Bruins gegen Schuberts Thrashers einen Treffer beisteuerte, sprach seinem Nationalteam-Kollegen Mut zu. „Christoph ist noch jung, hat noch einiges vor sich. Er sollte weiter an sich arbeiten und trotz der Enttäuschung den Kopf hochnehmen“, so der 31-Jährige. Er sei überrascht, dass Schubert und Hecht auf der Streichliste stehen.

Dagegen berief der Bundestrainer den Berliner Busch nicht einmal in das erweiterte 35-Mann-Aufgebot für Vancouver. Allerdings könnte der Profi von den Eisbären bis zur zweiten Nominierungswelle des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am 22. Januar durchaus noch als Nachrücker in das 23-köpfige Olympia-Team rutschen. „Die Tür ist nicht zu für Florian Busch“, betonte Reindl. „Ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Es liegt nicht mehr an mir, da Druck zu machen. Wenn ich nicht zu Olympia fahre, gehe ich halt Ski fahren“, sagte Busch. Er hatte am Dienstag die Athleten-Vereinbarung mit dem DEB unterzeichnet und damit die Vorgabe der Nationalen Anti-Doping-Agentur Nada erfüllt.dpa

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