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Eishockey

Eisbären gewinnen turbulentes Spiel in Ingolstadt

Der EHC Eisbären ist weiter auf Erfolgskurs. Die Berliner Eishockey-Profis gewannen am Sonntag ihr Auswärtsspiel beim ERC Ingolstadt mit 5:3. Zwar waren die Berliner ersatzgeschwächt und Ingolstadt erwischte den besseren Start. Letztlich aber drehten die Eisbären die Partie noch vor der ersten Drittelpause.

Fahrten mit einem Fan-Sonderzug sind nicht unbedingt ein reines Vergnügen. Die Wagen haben ihre besten Tage meist hinter sich; auch zuckelt das Gefährt gemächlich über Nebenstrecken, so dass der bevorzugt in großer Entfernung liegende Bestimmungsort erst nach vielen, vielen Stunden erreicht wird. Immerhin sind alkoholische Getränke vorrätig, das mildert die Leiden. Zumindest auf der Hinfahrt, zurück sorgen sie eher für eine Verstärkung.

Wer solche Strapazen auf sich nimmt, der möchte anständig unterhalten werden. Und weil gleich 700 Berliner ins 500 Kilometer entfernte Ingolstadt reisten, um den EHC Eisbären zu sehen, gab sich der Meister großzügig. Der Tabellenführer kassierte sein schnellstes Gegentor der Saison, schoss zwei Treffer innerhalb von 20 Sekunden, brauchte dann aber nicht lange, um wieder zurückzuliegen und gewann letztlich ein turbulentes Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit 5:3 (2:3, 1:0, 2:0).

Einen guten Tag für ihre außerordentliche Unterstützung hatten sich die Berliner Fans aber nicht nur wegen des Resultats ausgesucht. Den meisten wird es zwar nicht bewusst gewesen sein, doch EHC-Urgestein Sven Felski erreichte in Ingolstadt mehrere Meilensteine in seiner Karriere. Erst schoss er mit dem Treffer zum 2:1 sein 200. DEL-Tor (8.), Platz sieben in der ewigen Rangliste. Dann bereitete er das 4:3 für den Doppeltorschützen Tyson Mulock (49.) und das 5:3 für Alexander Weiß vor (60.), womit Felski auf 300 Vorlagen und insgesamt also 500 Punkte kommt.

Die wichtigen Zahlen für die Mitgereisten waren am Ende aber nur die fünf und die drei. Erspielt hatten sich die Eisbären diese trotz Notbesetzung (fünf Profis fielen aus). Im Wissen um die eingeschränkten Möglichkeiten agierten die Eisbären sehr kontrolliert gegen den angriffsstarken Kontrahenten. Trainer Don Jackson lobte das Verhalten der Mannschaft, und er bedankte sich bei den Fans. Die sangen dabei „Auswärtssiegen ist schön“. Die Kopfschmerzen setzten erst viel später ein.

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