Deutsche Eishockey-Liga
Eisbären gewinnen Spitzenspiel mit 3:1
Eigentlich sind die Frankfurt Lions für ihr agressives Eishockeyspiel bekannt. Doch gegen die Eisbären kam es anders. Die Berliner spielten hochkonzentriert, der Gegner war beim Tabellenführer vorsichtig. All das kam den Eisbären zu Gute, es gab nach einigem Zittern einen Sieg.
Es gibt diese Gegner, bei denen weiß man immer genau, was man bekommt. Da wären etwa die Frankfurt Lions – höchstens die Straubing Tigers spielen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ähnlich aggressiv und malträtieren ihre Gegner wie die Hessen, so oft sie diese erwischen. Weil die individuelle Klasse der Tigers nicht besonders ausgeprägt ist, zahlt sich die Aggressivität bloß kaum aus. In Frankfurt ist das anders, bei den Lions kommt auch noch Qualität dazu. Deshalb sind die Lions die wohl am unangenehmsten zu spielende Mannschaft der Liga.
In Erinnerung des ersten Saisonvergleichs in Berlin, wo der Meister den Lions 2:6 unterlag, erwartete Don Jackson in Frankfurt also das Übliche. "Wir werden viel Druck kriegen", sagte der Trainer des EHC Eisbären. Entsprechend der Vorahnung gestaltete sich der Spiel jedoch erst in der Endphase. Damit konnte Frankfurt den Sieg der Eisbären aber nicht verhindern. Der Tabellenführer setzte sich 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) beim Dritten durch.
Es war nicht das typische Spiel, das eigentlich unter Beteiligung der Lions abläuft. Was zum einen an den Frankfurtern selber lag, zum anderen aber an den Berlinern. Denen hatte der Trainer aufgetragen, sich mehr auf das Geschehen auf dem Eis zu fokussieren. Was sie dann auch taten. Sicherheit stand im Vordergrund, das allseits geliebte Risiko wurde so vernachlässigt wie sonst die Abwehr.
Frankfurt hingegen agierte ungewohnt vorsichtig, wollte wohl mit einer neuen Taktik überraschen. Das Bissige ihrer Angriffe wurde überlagert von einem künstlerischen Ansatz – den sie allerdings nicht so perfekt beherrschen wie die Eisbären. Heraus kam ein Spiel, dass kaum dem Tabellenstand entsprach, in dem die Eisbären aber ihre wenigen Möglichkeiten zu einer 2:0-Führung durch Richie Regehr in doppelter Überzahl (15.) und Sven Felski (27.) nutzten. Erst als Jeff Ulmer den Anschluss erzielte (32.), besannen sich die Lions auf ihr bewährtes Rezept.
Weil den Eisbären ohnehin drei Spieler fehlten und Stefan Ustorf (Disziplinarstrafe) sowie Florian Busch (verletzt) das letzte Drittel verpassten, wurde es letztlich eng. Die Defensive hielt jedoch den angemahnten Fokus und kassierte so wenige Tore wie seit vier Spielen nicht mehr. Verteidiger Andy Roach war sogar so fokussiert, das ihm mit einem Schuss ins leere Tor noch das 3:1 gelang (60.).
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