Eisbären-Trainer Don Jackson nimmt seine Jungs richtig ran. Auf einer Teamsitzung zeigte er den Spielern Videos aller Tore. Dabei war nicht nur Glanzvolles zu sehen. "Es ist Zeit, ein besseres Teamverständnis auf dem Eis zu entwickeln", sagt der Coach.
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Das sind die Berliner Eisbären: Angreifer Chris Hahn. Die vergangenen vier Jahre verbrachte der 23-Jährige, der in Kanada als Sohn eines deutschen Vaters geboren wurde und den deutschen Pass besitzt, an der Universität von Maine in den USA. Berlin ist seine erste Profistation.
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Es ist noch immer kaum zu glauben, dass einer wie Jeff Friesen seine Schlittschuhe für die Berliner schnürt. Der Stürmer ist ein wirklicher Champion: Zweimal Weltmeister, Stanley-Cup-Sieger. In der nordamerikanischen Profiliga NHL stand er in 977 Spielen auf dem Eis. Doch vor 2007 zog er sich eine Leistenverletzung zu. Er wurde operiert, die Schmerzen blieben. Jetzt startet er in Berlin neu durch.
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Nationalstürmer Travis James Mulock, der Bruder von EHC-Stürmer Tyson, durfte sich zuletzt bei der WM zeigen. Kurioserweise als Akteur, der bei Bad Tölz in der Zweiten Liga spielte. Dort tat sich der 23-jährige Kanadier mit deutschem Pass mit 22 Toren und 38 Vorlagen (Platz 5) hervor.
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Tyson Mulock spielt seit der Saison 2007/2008 in Berlin. Er wurde am 20. Januar 1983 in North Delta, British Colombia (Kanada) geboren. Der Verteidiger mit der Nummer 62 schießt mit rechts.
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Mit Marvin Degon, zuvor in Wolfsburg aktiv, kommt ein Abwehrspieler, der zu den Eisbären passt. "Er ist offensivstark und hat Entwicklungspotenzial", sagt EHC-Manager Peter John Lee über den 25-jährigen US-Amerikaner, der in der abgelaufenen Spielzeit mit elf Toren und 29 Vorlagen viertbester DEL-Verteidiger war.
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Verteidiger Derrick Walser spielte schon einmal bei den Eisbären, von 2004 bis 2006. Dann kehrte der Kanadier (Spitzname Wally) den Berlinern den Rücken und probierte andere internationale Teams aus. Nach seiner letzten Station, Chekhov Vityaz (Russland), ist er nun wieder zurück an der Spree.
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Der Stürmer Florian Busch wurde am 2. Januar 1985 in Tegernsee geboren. Der Linkshänder mit der Nummer 26 mit der Schwäche für Rap und Schweinebraten spielt seit 2002 für den EHC. Er erzielte das entscheidende Tor zum Gewinn der Meisterschaft am 20. April 2008 in Köln in der 68. Spielminute zum 2:1. Bisherige Vereine: TEV Miesbach, Jungadler Mannheim, Star Bulls Rosenheim, EHC Klostersee.
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Sven Felski stürmt mit der Nummer 11. Er ist seit Anfang an beim EHC, ging durch alle Höhen und Tiefen mit den Berlinern. Felski begann erst in der Eiskunstlaufabteilung des SC Dynamo Berlin und wechselte dann zum Eishockey. seine Spitznamen lauten "Felle", "Svenne" und "Bürgermeister".
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Stürmer Steve Walker wurde am 12. Januar 1973 Collingwood/Ontario in Kanada geboren. Die Nummer 27 spielt seit 2000 für die Eisbären. Der verheiratete Vater von drei Kindern schießt mit links.
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Stürmer Stefan Usdorf wurde am 3. Januar 1974 in Kaufbeuren geboren. Die Nummer 14 mit dem Spitznamen "Hooligan" spielt seit 2004 für die Berliner - und das mit Links. Ustorf ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bisherige Vereine: ESV Kaufbeuren, Portland Pirates, Washington Capitals, Berlin Capitals, Las Vegas Thunder, Detroit Vipers, Cincinnati Cyclones, Adler Mannheim, Krefeld Pinguine.
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Denis Pederson, die Nummer 20 der Eisbären, stürmte erstmals in der Saison 2003/2004 für die Berliner. Der Rechtshänder wurde am 10. September 1975 in Prince Albert, Saskatchewan (Kanada), geboren. Bisherige Vereine: Prince Albert Raiders, Albany River Rats, New Jersey Devils, Albany River Rats, Vancouver Canucks, Phoenix Coyotes, Nashville Predators, Peoria Rivermen.
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Der Verteidiger Jens Baxmann wurde am 24. März 1985 in Wernigerode im Harz geboren. Der Linkshänder mit dem Spitznamen "Bäxi" und dem Hobby Schlafen spielt seit 2000 in Berlin. Bisheriger Verein: EC Harz Braunlage.
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Verteidiger Andy Roach (Nummer 6) ist gebürtiger Amerikaner und spielt seit 2006 beim EHC. In der Saison 2007/08 war er mit 47 Scorperunkten drittbester Verteidiger der Liga. Ihm gelangen drei Tor-Doppelpacks während der Spielzeit. Seine bisherigen Stationen waren: Waterloo Black Hawks, Ferris State University, San Antonio Dragons, Long Beach Ice Dogs, Utah Grizzlies, Krefeld Pinguine, Adler Mannheim, Lausanne HC, St.Louis Blues, Peoria Rivermen und ZSC Lions.
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Der Kanadier Richie Regehr wurde am 17. März 1983 in Bandung (Indonesien) geboren. Regehrs Eltern waren als Missionare unterwegs. Bisherige Vereine: Kelowna Rockets (WHL), Portland Winter Hawks (WHL), Lowell Lock Monsters (AHL), Omaha Ak-Sar-Ben Knights (AHL), Calgary Flames (NHL) und die Frankfurt Lions (DEL).
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Der Stürmer Alexander Weiß wurde am 29. Januar 1987 in Titisee-Neustadt geboren und spielt seit 2001 für die Eisbären. Die Nummer 43 der Eisbären spielt mit links. Bisherige Vereine: SERC Schwenningen, Blue Devils Weiden
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Hier freuen sich Daniel Weiß (links) und Alexander Weiß in der O2 World über das legendäre 11:0 gegen die Augsburger Panther. Daniel Weiß wurde am 22. Februar 1990 in Titisee-Neustadt geboren. Er spielt mit der Nummer 57.
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Rob Zepp steht bei den Eisbären im Tor. Die Nummer 72 wurde am 7. September 1981 in Newmarket, Ontario (Kanada) geboren. Bisherige Vereine: Newmarket Hurricanes, Plymouth Whalers, Florida Everblades, Lowell Lock Monsters, SaiPa Lappeenranta, SaPKo Savonlinna.
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Der Mann mit der Trikotnummer 1 heißt Sebastian Albrecht, kommt aus Berlin und hütet für die Eisbären das Tor. Der 19-Jährige spielte bislang bei den Eisbären Juniors Berlin.
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Hütet ebenfalls den Kasten: Markus Keller. Der 20-Jährige wurde in Augsburg geboren, spielte u.a. dort bei den Augsburger Jungpanthern und später bei den Augsburger Panthers. Beim EHC ist er seit 2008.
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Eisbären-Verteidiger Constantin Braun wurde am 11. März 1988 in Lampertheim geboren. "Tine" spielt seit 2004 in Berlin. Bisherige Vereine: Jungadler Mannheim.
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Frank Hördler spielt seit 2003 als Verteidiger bei dem EHC Eisbären. Hördler trägt in Berlin die Nummer 7 und wurde am 26. Januar 1985 in Bad Muskau geboren.
Beim Eishockey geht es immer um Eiszeit. Wer viel davon bekommt, ist
glücklich, wer wenig hat, will mehr. Selten aber war der Platz auf dem Eis
so begehrt wie Donnerstag Mittag beim Training des EHC Eisbären. Über ein
Dutzend hübscher junger Damen, bekleidet nur mit einem Bikini, stolzierte in
High Heels vorsichtig über den rutschigen Untergrund der O2 World.
Sie sollten sich mit den Spielern des Eishockey-Meisters für eine
Promotionaktion fotografieren lassen. Auf dem Foto war aber nur Platz für
wenige Profis, der Rest stand an der Bande - und wäre mehrheitlich liebend
gern vom Trainer eingewechselt worden.
Der verzichtete allerdings auf solcherlei
optische Reize und hatte sich in sein Zimmer verzogen. Don Jackson bereitete
die anschließende Teamsitzung vor. "Ich zeige alle unserer Tore",
sagte er. Schön für André Rankel, der nach seinen drei Toren am Sonntag in
Iserlohn insgesamt neunmal im Bild war und nur von Kapitän Steve Walker
(elf) übertroffen wurde.
Nicht nur Erfreuliches
Ausschließlich erfreuliche Einlagen gab es jedoch nicht. Fehler spielten in
der Videoanalyse auch eine Rolle. Jackson wollte sehen, ob die Spieler ihre
Aufgaben in der Defensive "nicht verstehen oder ob sie nicht wollen,
was beides schlecht wäre".
Die Antwort könnte die Partie am Freitag gegen Ingolstadt liefern (19.30 Uhr).
Oder auch nicht, Mannschaften wie Ingolstadt und Iserlohn, mit starker
Offensive und mehreren Spielern unter den Top-Ten der Scorerliste der DEL,
waren bislang kein Maßstab für den Titelverteidiger. Alle drei Partien
gewannen die Berliner zu Null.
Zeit für ein besseres Teamverständnis
Oft hagelte es in den ersten 20 Spielen allerdings Gegentore. In der Frühphase
der Saison, in der üblicherweise einige Anpassungen vorzunehmen sind, kann
das passieren. Wenn auch das Ausmaß ungewohnt war beim EHC. Nun sollten die
Abstimmungen aber langsam funktionieren. "Es ist Zeit, ein besseres
Teamverständnis auf dem Eis zu entwickeln", sagt Jackson. Die
Neuen, fünf an der Zahl und damit so viele wie seit Jahren nicht, sollten
sich an alles gewöhnt haben; genauso sollte die Mannschaft sich an die Neuen
gewöhnt haben.
Im besten Fall, so wünscht es sich der Trainer, stellt sich nun mehr Harmonie
in der Mannschaft ein. Mehr Verantwortung beim einzelnen für das Kollektiv.
Wenn man bedenkt, dass das alles bisher nicht so ausgeprägt war, die
Eisbären aber trotzdem die höchste Siegquote der Liga aufweisen, dürfte die
Konkurrenz sicher einiges dagegen haben, dass Don Jacksons Wünsche in
Erfüllung gehen.