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Eishockey

EHC Eisbären soll ein besseres Team werden

Eisbären-Trainer Don Jackson nimmt seine Jungs richtig ran. Auf einer Teamsitzung zeigte er den Spielern Videos aller Tore. Dabei war nicht nur Glanzvolles zu sehen. "Es ist Zeit, ein besseres Teamverständnis auf dem Eis zu entwickeln", sagt der Coach.

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Neu bei den Eisbären: Angreifer Chris Hahn. Die vergangenen vier Jahre verbrachte der 23-Jährige, der in Kanada als Sohn eines deutschen Vaters geboren wurde und den deutschen Pass besitzt, an der Universität von Maine in den USA. Berlin wird seine erste Profistation.
Foto: picture-alliance / City-Press
Das sind die Berliner Eisbären: Angreifer Chris Hahn. Die vergangenen vier Jahre verbrachte der 23-Jährige, der in Kanada als Sohn eines deutschen Vaters geboren wurde und den deutschen Pass besitzt, an der Universität von Maine in den USA. Berlin ist seine erste Profistation.

Beim Eishockey geht es immer um Eiszeit. Wer viel davon bekommt, ist glücklich, wer wenig hat, will mehr. Selten aber war der Platz auf dem Eis so begehrt wie Donnerstag Mittag beim Training des EHC Eisbären. Über ein Dutzend hübscher junger Damen, bekleidet nur mit einem Bikini, stolzierte in High Heels vorsichtig über den rutschigen Untergrund der O2 World.

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Sie sollten sich mit den Spielern des Eishockey-Meisters für eine Promotionaktion fotografieren lassen. Auf dem Foto war aber nur Platz für wenige Profis, der Rest stand an der Bande - und wäre mehrheitlich liebend gern vom Trainer eingewechselt worden.

Der verzichtete allerdings auf solcherlei optische Reize und hatte sich in sein Zimmer verzogen. Don Jackson bereitete die anschließende Teamsitzung vor. "Ich zeige alle unserer Tore", sagte er. Schön für André Rankel, der nach seinen drei Toren am Sonntag in Iserlohn insgesamt neunmal im Bild war und nur von Kapitän Steve Walker (elf) übertroffen wurde.

Nicht nur Erfreuliches

Ausschließlich erfreuliche Einlagen gab es jedoch nicht. Fehler spielten in der Videoanalyse auch eine Rolle. Jackson wollte sehen, ob die Spieler ihre Aufgaben in der Defensive "nicht verstehen oder ob sie nicht wollen, was beides schlecht wäre".

Die Antwort könnte die Partie am Freitag gegen Ingolstadt liefern (19.30 Uhr). Oder auch nicht, Mannschaften wie Ingolstadt und Iserlohn, mit starker Offensive und mehreren Spielern unter den Top-Ten der Scorerliste der DEL, waren bislang kein Maßstab für den Titelverteidiger. Alle drei Partien gewannen die Berliner zu Null.

Zeit für ein besseres Teamverständnis

Oft hagelte es in den ersten 20 Spielen allerdings Gegentore. In der Frühphase der Saison, in der üblicherweise einige Anpassungen vorzunehmen sind, kann das passieren. Wenn auch das Ausmaß ungewohnt war beim EHC. Nun sollten die Abstimmungen aber langsam funktionieren. "Es ist Zeit, ein besseres Teamverständnis auf dem Eis zu entwickeln", sagt Jackson. Die Neuen, fünf an der Zahl und damit so viele wie seit Jahren nicht, sollten sich an alles gewöhnt haben; genauso sollte die Mannschaft sich an die Neuen gewöhnt haben.

Im besten Fall, so wünscht es sich der Trainer, stellt sich nun mehr Harmonie in der Mannschaft ein. Mehr Verantwortung beim einzelnen für das Kollektiv. Wenn man bedenkt, dass das alles bisher nicht so ausgeprägt war, die Eisbären aber trotzdem die höchste Siegquote der Liga aufweisen, dürfte die Konkurrenz sicher einiges dagegen haben, dass Don Jacksons Wünsche in Erfüllung gehen.

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